Handgefertigter Schmuck mit hanseatischer Handschrift
Seit 25 Jahren entstehen im Atelier SCHON in Blankenese individuelle Schmuckstücke mit handwerklicher Präzision und zeitlosem Design. Christina und Volker Carstens sprechen über ihre Inspiration, hanseatische Werte, nachhaltige Materialien und die besondere Verbindung ihrer Manufaktur zu den Elbvororten.
Frau Carstens, Sie feiern dieses Jahr 25 Jahre Unternehmensgeschichte. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie?
Christina Carstens Das Jubiläum ist für uns ein Zeichen der Beständigkeit. 25 Jahre stehen für Vertrauen, handwerkliche Konstanz und die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln, ohne die eigenen Werte zu verlieren. Es ist kein Abschluss, sondern ein Anfang – ein Moment, um innezuhalten und den Blick bewusst nach vorn zu richten. Unsere Arbeit hat sich aus der Tradition heraus entwickelt, und genau das möchten wir zeigen: Wie man aus Erfahrung Neues schafft. Blankenese ist dabei unser Kompass – das Licht, die Ruhe, die Haltung dieses Ortes prägen unsere Arbeit bis heute.
Sie sprechen von einer „hanseatischen Haltung“. Was verstehen Sie darunter?
Volker Carstens Die hanseatische Haltung ist für uns das innere Gerüst unserer Arbeit. Sie bedeutet Klarheit, Verlässlichkeit und Zurückhaltung. Wir arbeiten nicht für den schnellen Effekt, sondern für Balance und Proportion. Jedes Detail hat bei uns eine Funktion und einen Sinn – nichts ist zufällig. Unsere Stücke sind so gearbeitet, dass sie in sich stimmen – technisch, ästhetisch, emotional. Luxus heißt für uns auch: Wenn ein Kunde kommt, sind wir ganz bei ihm. Wir hören zu, nehmen uns Zeit und stellen uns zu 100 % in den Dienst seiner Idee, seiner Geschichte, seines Schmuckstücks.
Welche Rolle spielt Blankenese für Ihre gestalterische Arbeit?
Christina Carstens Blankenese inspiriert uns täglich – das Licht an der Elbe, die Gelassenheit, die Architektur. Wir übersetzen diese Eindrücke in eine Designrichtung, die ruhig, präzise und charakteristisch ist. Es geht nicht um Serienproduktion, sondern um Individualität. Unsere Arbeiten sind eine Form von Ortsbewusstsein – sie entstehen aus dem, wo wir leben und wie wir leben. Das spürt man in jedem Stück.
Wie leben Sie Nachhaltigkeit und lokale Verbundenheit in Ihrer Arbeit?
Volker Carstens Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern ein Selbstverständnis. Wir arbeiten mit Materialien, die wir kennen und deren Herkunft wir nachvollziehen können. Unser Schmuck ist reparierbar, vererbbar und zeitlos tragbar.
Der Pfahlewer als lokales Schmuckstück steht für unsere Verbundenheit zu Blankenese und den Elbvororten. Für Verantwortung gegenüber dem Ort und den Menschen hier. Verbundenheit heißt für uns auch: achtsam mit Ressourcen und Beziehungen umgehen. Der Pfahlewer verbindet all das in einem Symbol.
Atelier SCHON
Wir machen Ihren Schmuck.
Das ist eine häufige Antwort auf die Frage, was das Team von Atelier SCHON macht. Nicht mehr und nicht weniger.
‚Schmuck machen‘ als Ausdruck von Kreativität und der Erschaffung von etwas Neuem ist auch die Quelle, mit der vor vielen Jahren alles angefangen hat als Schmuckdesignerin Christina Carstens, geb. Schon, die ersten Schritte tat. Und es ist dabeigeblieben. Der Gestaltung und der Herstellung von Schmuck folgte nach einigen Zwischenschritten die Eröffnung des Ladengeschäfts in Hamburg-Blankenese. Dort läuft alles zusammen. Dort wird gestaltet, mit Kunden gesprochen, ausprobiert, angefertigt und verkauft. Christina und Volker Carstens leiten das Unternehmen gemeinsam. Die Diplom-Designerin und der Diplom-Ingenieur ergänzen sich perfekt. Sie kümmert sich um das Schmuckdesign und die Goldschmiedearbeiten, er steht für die Weiterentwicklung des Unternehmens und initiiert gerne neue Themen und Projekte. Sein technisches Verständnis setzt er heute für die vollendete Umsetzung des Schmucks ein. So steckt in jedem Schmuckstück immer etwas von beiden.
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