Arbeitsplatz des Monats

David Wiels: Ein Gärtnermeister mit vielen Ideen

Bildung & Beruf · · 3 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
David Wiels im Outdoor-Bereich des Blumenhof Pein
David Wiels ist seit vier Jahren für den Outdoor-Bereich des Blumenhof Pein zuständig.

Für David Wiels ist der Außenbereich mehr als ein Arbeitsplatz: Hier berät er Kunden, pflegt Pflanzen und plant das Sortiment. Gleichzeitig bringt der Gärtnermeister seine Erfahrung aus der Gehölzproduktion ein und treibt die Weiterentwicklung der Produktionsflächen voran.

Rote Rosen, duftender Lavendel, in dem sich Hummeln tummeln, Hortensien in allen Größen und Farben – es ist einer der schönsten Arbeitsplätze. David Wiels zeigt einen Obstbaum, den ich noch nie gesehen habe: „Das ist eine Indianerbanane. Die kennt hier fast niemand, schmeckt aber richtig gut. Ich kann den Geschmack gar nicht beschreiben. So eine habe ich auch zu Hause, die ist mittlerweile richtig groß.“ Man merkt dem Gärtnermeister seine Begeisterung für Pflanzen an, während er durch den Außenbereich führt.

„Ich bin Gärtnermeister – und seit vier Jahren für den Outdoor-Bereich mit all den Stauden, Gehölzen und Bäumen im Blumenhof Pein zuständig. Mein Aufgabenbereich ist ziemlich vielseitig: Ich besuche Messen, kümmere mich um Bestellungen und den Einkauf, pflege unsere Pflanzen hier vor Ort und berate die Kundinnen und Kunden.“

David Wiels

Seit vier Jahren ist er beim Blumenhof Pein, gelernt hat er in einer Baumschule, in der Gehölzeproduktion. Nach seinem Meisterabschluss wollte er noch einmal etwas Neues ausprobieren. Also schnupperte er beim Blumenhof Pein hinein – und blieb. Der größte Unterschied zum vorigen Arbeitsplatz: „Der Kontakt zu Menschen“, sagt David Wiels lachend.

David Wiels (30)
David Wiels (30) ist Gärtnermeister beim Blumenhof Pein.

Der Besuch von Messen, Beratung und Verkauf gehörten vorher nicht zu seinem Alltag, gefallen ihm aber sehr. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, wo die Pflanzen stehen, dass sie einen neuen Lebensraum bekommen und dort das Umfeld der Leute bereichern“, erzählt er. Nicht wenige Kunden kommen regelmäßig und zeigen dann auch gerne mal Fotos von Pflanzen. „Guck mal, die hab ich hier vor drei Jahren gekauft!“

Ganz losgelöst von der Pflanzenproduktion hat David Wiels sich aber nicht, auch wenn er auf Zierpflanzen, vor allem Stauden, umgestiegen ist. „Das ist eine ganz andere Art der Produktion, effizienter und pflanzengerechter“, sagt er. Seine Erfahrung kann er hier trotzdem gut einbringen: „Mir wurde von Anfang an das Vertrauen entgegengebracht, dass ich meine Pläne und Visionen umsetzen kann.“

Zwei größere Projekte hat er schon abgeschlossen. Vor zwei Jahren wurden die Produktionsflächen erweitert. Erst kürzlich wurden die Pflanzen auf einer Fläche vom Boden auf Rolltische umgesiedelt. Klingt simpel, ist es aber gar nicht: „Insbesondere die Bewässerung für jeden Tisch war eine Herausforderung, da steckt viel Technik drin“, so Wiels. Es hat sich aber gelohnt: Dank der Rolltische sind keine festen Gänge zwischen den Pflanzenreihen mehr nötig. Dadurch lässt sich die Fläche deutlich effizienter nutzen. Und die Mitarbeitenden müssen sich nicht mehr so oft bücken, eine große Erleichterung.

„Wir produzieren einen Teil unserer Pflanzen selbst. Deshalb gehört auch die Weiterentwicklung und Optimierung unserer Produktionsflächen zu meinen Aufgaben.“

David Wiels

Noch herrscht im Blumenhof viel Betrieb, das ist natürlich saisonabhängig: Ende April geht es los, „da werden wir überflutet“, sagt der Gärtnermeister. Jetzt ist Rosenzeit, im Herbst werden Bäume und Gehölze gepflanzt, im Winter wird es ruhig. Aber nicht langweilig: „Dann beginnen direkt die Vorbereitungen für die nächste Saison. Ich plane das Sortiment – schließlich kommen jedes Jahr neue Sorten hinzu.“

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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