Engagement

Blankeneser Bürger Verein: Seit Generationen eine Stimme für den Stadtteil

Blankenese · · 2 Min. Lesezeit · von Stefan Bick
Mitglieder des BBV beim Einsatz im Blankeneser Zentrum
Mitglieder des BBV beim Einsatz im Blankeneser Zentrum

Stadtentwicklung, Verkehr, Ortsgeschichte oder Naturschutz: Seit Generationen mischen sich Blankeneser Bürger in die Entwicklung ihres Stadtteils ein. Der heutige Bürger Verein führt eine Tradition fort, deren Anfänge bis ins Jahr 1877 zurückreichen.

Der Blankeneser Bürger-Verein geht auf eine lange Tradition zurück, die im 19. Jahrhundert begann. Ein erster Bürgerverein bestand von 1877 bis 1890, löste sich dann jedoch auf. Bereits ein Jahr später wurde 1891 der Blankeneser Communal Verein neu gegründet, dem zunächst 83 Mitglieder angehörten. Prominentes Gründungsmitglied war der spätere und letzte Gemeindevorsteher Johannes Heinrich Sibbert, zu dessen wesentlichen Verdiensten die Einführung und der Ausbau des elektrischen Stromnetzes sowie des Sielnetzes zur Entwässerung wie auch der Aufbau öffentlicher Schulen zählt. Des weiteren erwarb er das Gelände des Bismarcksteins für die Gemeinde, um ihn als Parkanlage zu erhalten und setzte sich maßgeblich für die Zusammenführung der Gemeinden Blankenese und Dockenhuden ein.

Später schlossen sich verschiedene Verbände, darunter die 1919 entstandene Bürgerliche Vereinigung Blankenese-Dockenhuden, zusammen. Nach einer Pause in den 1930er-Jahren erfolgte die Neugründung im Jahr 1947 als Blankeneser Bürger-Verein e. V., der bis heute die kommunalen und kulturpolitischen Interessen vertritt.

Einmischen gehört dazu

Der Bürgerverein ist gemeinnützig sowie überparteilich, agiert freiwillig und ehrenamtlich, kümmert sich um Ortsgeschichte, Traditionspflege und Mitsprache zur örtlichen Bebauung und Verkehrsführung. Er vertritt kommunale Interessen der Blankeneser Bevölkerung, organisiert Spaziergänge, Vorträge, Ausflüge und Kulturreisen nicht nur für Mitglieder und verfügt seit dem vergangenen Jahr für Interessierte zusätzlich über ein Blankenese-Archiv. Auch fördert er insbesondere den Natur- und Umweltschutz sowie die Landschaftspflege.

Bei der Bahnhofsplanung der Firma Büll & Liedtke 2001 hat sich der BBV maßgeblich mit einer eigenen Arbeitsgruppe, bestehend aus fünf Architekten, am Gestaltungsprozess beteiligt und einen Gegenentwurf zum Wettbewerbsergebnis entwickelt. Während der damaligen Planungsphase hatte ein Architektenwechsel stattgefunden, in dessen Folge der präferierte Glasstahlentwurf verhindert werden und eine kleinteiligere Lösung realisiert werden konnte, die mehr dem Milieu von Blankenese entsprach.

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