Jubiläum

Traun-Siedlung feiert 90 Jahre gelebte Nachbarschaft mit großem Jubiläumsfest

Iserbrook · · 3 Min. Lesezeit · von Anna-Lena Walter
Mittelpunkt der Traun-Siedlung ist der Osterloh.

Seit neun Jahrzehnten steht die Traun-Siedlung für gelebten Zusammenhalt über Generationen hinweg. Dieses besondere Miteinander feiert die Nachbarschaft am 22. und 23. August 2026 mit einem großen Jubiläumsfest in der Straße Osterloh – mit Musik, Fotoausstellung, Familienprogramm und vielen Begegnungen.

Was die Traun-Siedlung besonders macht, sind die Menschen, die hier zu Hause sind. Hier leben Bewohner, die bereits in der Siedlung aufgewachsen sind und ihr seit Generationen verbunden bleiben, Seite an Seite mit jungen Familien, die hier in den vergangenen Jahren ein neues Zuhause gefunden haben. „Aus dieser Verbindung von Tradition und frischen Ideen entsteht eine lebendige Nachbarschaft, in der sich Alt und Jung gegenseitig unterstützen, gemeinsam feiern und füreinander da sind“, sagt die Vorsitzende des Siedlungsvereins, Pamela Schmitt.

Einen großen Anteil daran hat der engagierte Siedlungsverein, der sich mit viel Herzblut für das Miteinander einsetzt. Über das Jahr hinweg organisiert er zahlreiche Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen und den Zusammenhalt stärken. Dazu gehören unter anderem das beliebte White Dinner im Sommer, Flohmärkte, der Tanz in den Mai sowie kreative Aktionen für die jüngsten Bewohner.

Der Höhepunkt des Jahres steht jedoch noch bevor: Am 22. und 23. August 2026 feiert die Traun-Siedlung ihr 90-jähriges Bestehen mit einem großen Siedlungsfest in der Straße Osterloh.

Herzstück des Festes ist ein großes Festzelt. Dort erwartet die Besucher eine Fotoausstellung mit Bildern aus neun Jahrzehnten Siedlungsgeschichte. Sie lädt dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen und nachzuverfolgen, wie sich das Leben in der Traun-Siedlung im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

Musik, Genuss und Spaß für die ganze Familie

Pamela Schmitt, Vereinsvorsitzende Traun-Siedlung
Pamela Schmitt, Vereinsvorsitzende Traun-Siedlung hat mit vielen Nachbarn das große Siedlungsfest organisiert.

Auch kulinarisch ist für vieles gesorgt: Foodtrucks, Kaffee und Kuchen, Bratwurst sowie verschiedene Getränke stehen bereit. Für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Hüpfburg, Kinderschminken, Gokart-Bahn, Rallye und Malwettbewerb – beste Voraussetzungen für ein gelungenes Familienfest.

Musikalisch warten ebenfalls besondere Höhepunkte auf die Besucher. Am Samstag, 22. August, eröffnet um 14 Uhr der Kinderchor Blankenäschen das Bühnenprogramm. Am Abend folgt um 19.30 Uhr mit Dennis Durant, der weit über Hamburg hinaus bekannt ist, ein weiterer Höhepunkt. Anschließend sorgt DJane Sophie mit Tanzmusik für den Ausklang des Festabends.

„Unsere Gemeinschaft ist etwas ganz Besonderes, deswegen freuen wir uns auf viele Besucher beim Sommerfest, die mit uns feiern.“

Pamela Schmitt, Vereinsvorsitzende Traun-Siedlung

Am Sonntag übernimmt zunächst der Frauenchor Insel Deerns die Bühne. Um 13 Uhr zeigen beim Open Mic mutige Talente ihr Können, bevor das Jubiläumsfest gegen 15 Uhr feierlich endet.

Das Motto des Jubiläums lautet „Gemeinsam feiern – alle sind willkommen“. Eingeladen sind alle, die gemeinsam mit der Nachbarschaft der Traun-Siedlung zwei fröhliche Tage verbringen und erleben möchten, wie lebendig Gemeinschaft sein kann.

Historie der Traun-Siedlung

Historische Aufnahme der Traun-Siedlung circa vor 90 Jahren.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1936. Der Hamburger Unternehmer Heinrich Otto Traun ließ auf dem Gelände seines Gestüts eine Wohnsiedlung errichten. Gedacht waren die Häuser vor allem für Mitarbeiter des Gestüts und ihrer Familien. Die Architektur war schlicht und funktional. Zu jedem Haus gehörte ein Garten – damals weit mehr als nur Zierde.

Obst, Gemüse und Kleintierhaltung gehörten für viele Familien zum Alltag und halfen, den Lebensunterhalt zu sichern. Die Idee einer naturnahen, gesunden Wohnform entsprach dem Zeitgeist und schuf gleichzeitig eine enge Nachbarschaft. Wie überall in Hamburg hinterließen Krieg und Nachkriegszeit ihre Spuren. Wohnraum war knapp, viele Familien mussten neu anfangen ... In der Traun-Siedlung bedeutete das vor allem eines: zusammenhalten.

Anna-Lena Walter
Anna-Lena Walter
Redakteurin Print / Online
Artikel teilen