Sieben-Millionen-Projekt

Neue Klimafassade: Bürgerhaus Bornheide wird umfassend umgebaut

Osdorf · · 3 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
Bürgerhaus Bornheide wird Klimaoase
Dr. Sebastian Kloth, Markus Schneider, Karen Pein und Jan Zunke gaben den Startschuss für umfassende Sanierungsarbeiten am Bürgerhaus Bornheide.

Mehr Grün an den Fassaden, Photovoltaik auf den Dächern und ein völlig neu gestaltetes Außengelände: Das Bürgerhaus Bornheide wird für mehr als sieben Millionen Euro umfassend modernisiert. Jetzt ist der Startschuss für das Projekt gefallen.

Mit dem symbolischen Gießen der ersten Fassadenpflanze ist der Startschuss gefallen: Das Bürgerhaus Bornheide wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und umgestaltet. Mehr als sieben Millionen Euro fließen in das Projekt, das den zentralen Treffpunkt im Osdorfer Born klimaangepasst und zugleich attraktiver für die Menschen im Quartier machen soll.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Altonas Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth, Markus Schneider vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein und Sprinkenhof-Geschäftsführer Jan Zunke gaben mit dem symbolischen Gießen der ersten Fassadenpflanze den Startschuss für die Sanierung und Umgestaltung. Das Bürgerhaus gehört zum Fördergebiet Osdorfer Born/Lurup des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).

Begrünte Fassaden und Photovoltaik

Im ersten Bauabschnitt stehen die sechs Gebäude des Bürgerhauses im Mittelpunkt. Ab Frühjahr 2027 sollen ihre Fassaden saniert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Anstriche, vorgestellte Elemente aus Holz und Stahl sowie Holzlamellen als Sonnenschutz. Rankgitter sollen Platz für bodengebundene Kletterpflanzen schaffen und so eine großflächige Fassadenbegrünung ermöglichen.

Die Begrünung soll nicht nur das Mikroklima verbessern. Sie soll außerdem die Fassaden schützen, Wärmeverluste reduzieren und zusätzlichen Lebensraum für Tiere schaffen. In Abstimmung mit dem NABU werden Nistkästen integriert. Auf drei Gebäuden sind zudem Photovoltaikanlagen geplant, die einen Teil des Energiebedarfs des Bürgerhauses decken sollen.

„Mit der geplanten Sanierung, der Klimafassade und der Klimaoase machen wir das Bürgerhaus zukunftssicher und klimafreundlich“, sagt Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein. Das Projekt sei ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Stadtteilentwicklung in Hamburger Quartieren umgesetzt werden könne.

23.000 Quadratmeter werden zur „Klimaoase“

Nach der Fassadensanierung folgt der zweite große Bauabschnitt. Dann wird das rund 23.000 Quadratmeter große Außengelände umgestaltet. Geplant sind zusätzliche Grünflächen, ein Wasserspiel, naturnahe Aufenthaltsbereiche, neue Sitzmöglichkeiten und ein Amphitheater. Für Kinder und Jugendliche sollen Spiel- und Klettergeräte entstehen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Umgang mit Regenwasser. Dach- und Freiflächen sollen vom bestehenden Regenwassernetz getrennt werden. Statt das Wasser direkt abzuleiten, soll es oberirdisch in Versickerungsmulden oder Speicher gelangen. Ein Teil kann anschließend zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden. Überschüssiges Wasser soll über unterirdische Anlagen versickern.

„Hier fügen sich mit Fassadenbegrünung, Photovoltaik und nachhaltiger Regenwasserbewirtschaftung vorbildlich viele nachhaltige Lösungen zusammen“, sagt Umweltsenatorin Katharina Fegebank. Ergänzt werden die Arbeiten durch eine neue LED-Beleuchtung und ein überarbeitetes Wegeleitsystem.

Mehr als sieben Millionen Euro Investition

Die gesamten Maßnahmen kosten mehr als sieben Millionen Euro. Rund drei Millionen Euro kommen aus dem Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere, weitere rund zwei Millionen Euro aus RISE-Mitteln. Die Umweltbehörde stellt etwa 900.000 Euro für die Regenwassermaßnahmen bereit. Weitere Mittel kommen von der Finanzbehörde, dem Sanierungsfonds der Bürgerschaft und dem investiven Quartiersfonds.

Das Bürgerhaus Bornheide besteht seit 2013 und ist mit seinen verschiedenen Einrichtungen und Angeboten ein wichtiger Treffpunkt im Quartier. „Schon heute ist das Bürgerhaus ein zentraler Treffpunkt für Menschen aus dem Quartier und ein Ort der Begegnung, Bildung und Gemeinschaft“, sagt Markus Schneider vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein. Mit der Umgestaltung solle nun auch das Umfeld attraktiver und klimafreundlicher werden.

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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