Hitzeschutz

Hamburgs erste „Kühle Zone“ startet jetzt in Rissen

Rissen · · 2 Min. Lesezeit · von Anna-Lena Walter
In der Kühlen Zone ist auch für das leibliche Wohl
Für das leibliche Wohl ist auch in der „Kühlen Zone“ in der Halle 15 des ASB in Rissen gesorgt.

Mit der Halle 15 entsteht in Rissen Hamburgs erste „Kühle Zone“. Das vom ASB Hamburg-Mitte vorgestellte Modellprojekt soll Menschen bei extremer Hitze einen kostenlosen Rückzugsort mit kühlen Räumen, Getränken und ehrenamtlicher Betreuung bieten. Aktiviert wird das Angebot bei angekündigten Hitzewellen.

Während Hamburg sich auf die nächste Hitzewelle einstellt, hat der ASB Ortsverband Hamburg-Mitte e. V. heute sein Konzept für eine „Kühle Zone“ vorgestellt – eine betreute Anlaufstelle mit Ehrenamtlichen, freiwilliger Registrierung und Erste-Hilfe-Ausstattung – nach ASB-Ortsverband-Angaben in dieser Form bislang einzigartig in Deutschland. Bei einem Pressegespräch in der Halle 15 in Rissen erläuterten Vertreter:innen von ASB, wie kühle Räume künftig Schutz vor extremer Hitze bieten sollen.

Die Idee ist nicht neu – aber neu für Deutschland: Die erste „Cool Zone“ eröffnete vor gut 15 Jahren in San Diego. Vor rund zehn Jahren zog Wien nach, wo Rotes Kreuz und Samariterbund mittlerweile 19 Cool Zones über das gesamte Stadtgebiet betreiben. Mit der Halle 15 orientiert sich der ASB Hamburg-Mitte an diesem Vorbild.

Hitze ist längst kein Randthema mehr, sondern eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Mit der Kühlen Zone gehen wir in Hamburg einen Weg, den andere Städte längst erfolgreich gehen – und wir sind stolz, dabei Vorreiter zu sein.

Markus Schreiber, Landesvorsitzender des ASB Hamburg

Abkühlung und Hilfe unter einem Dach

ASB-Initiatoren: Harald Krüger und Landesvorsitzender Markus Schreiber
Initiator Harald Krüger und Landesvorsitzender Markus Schreiber in einer der fünf „Kühlen Zonen“in Halle 15 des ASB Ortsverband Hamburg-Mitte.

Die Halle 15 bietet kühle, teils abgedunkelte Räume, kostenfreie Getränke, Sitz- und Ruhemöglichkeiten, Internetzugang sowie Unterstützung durch Ehrenamtliche. Angesprochen sind vor allem ältere, alleinlebende und gesundheitlich vorbelastete Menschen, die Kühle Zone steht aber allen offen.

„Wir kennen die Menschen in Rissen und Sülldorf, die Halle 15 ist ein vertrauter Ort in der Nachbarschaft. Genau deshalb ist sie der richtige Standort für die erste Kühle Zone“, erklärte Initiator Harald Krüger, stv. Vorsitzender des ASB-Ortsverbands Hamburg-Mitte. „Bereits jetzt stehen ehrenamtliche Helfer:innen für den Einsatz bereit, so dass wir ab kommenden Montag starten können.“

Kostenloser Schutz bei Hitze

In der Kühlen Zone ist auch für das leibliche Wohl
Für das leibliche Wohl ist auch in der „Kühlen Zone“ in der Halle 15 des ASB in Rissen gesorgt.

Die Kühle Zone wird in Abstimmung mit dem Bezirksamt Altona aktiviert, sobald der Deutsche Wetterdienst Temperaturen ab 30 Grad oder eine mehrtägige Hitzeperiode ankündigt – also womöglich schon nächste Woche. Hitzeschutz ist eine Aufgabe, die wir am besten mit starken Partnern wie dem Bezirksamt bewältigen können“, sagte Günter Arndt, Vorsitzender des Ortsverbandes.

Die Nutzung der Kühle Zone ist kostenlos. Die Halle 15 liegt in der Suurheid 20 in Rissen und ist mit der Buslinie 1 zwischen den Bahnhöfen Altona und Rissen bequem erreichbar. Die Haltestelle Sieversstücken liegt praktisch direkt vor der Tür.

Anna-Lena Walter
Anna-Lena Walter
Redakteurin Print / Online
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