Hamburger Hockeybande belohnt sich mit Bronze im Saarland
Neun Athletinnen und Athleten der Hockeybande des Hamburger Polo Clubs haben bei den Special Olympics Nationalen Spielen im Saarland die Bronzemedaille gewonnen. Für das jüngste Team des Turniers war dabei nicht nur der sportliche Erfolg etwas Besonderes – auch der außergewöhnliche Zusammenhalt machte die Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Neun Athletinnen und Athleten der Hockeybande des Hamburger Polo Clubs haben bei den Special Olympics Nationalen Spielen im Saarland die Bronzemedaille gewonnen. Für das junge Team war schon der Weg zum Turnier ein Erfolg – denn bereits die Qualifikation stellte die Mannschaft vor große Herausforderungen.
Rund neun Monate dauerte die Vorbereitung auf die Landesspiele. Anders als in vielen anderen Wettbewerben reicht bei den Special Olympics nicht die Leistung einzelner Spieler aus. „Man muss sich als komplette Mannschaft qualifizieren. Dafür mussten alle Unterlagen vollständig sein und natürlich auch alle Spieler an den Qualifikationswettkämpfen teilnehmen können“, erklärt Trainerin Nicola Feil.
Im Saarland traf die Hockeybande als jüngstes Team des Turniers auf sieben weitere Mannschaften. Insgesamt nahmen rund 100 Athletinnen und Athleten am Hockey-Wettbewerb teil. Nach einem Klassifizierungsturnier wurden leistungsgleiche Gruppen gebildet, damit möglichst ausgeglichene Begegnungen entstehen. „Ein 15:0 macht schließlich niemandem Spaß“, sagt Feil.
Es folgten zwei bis drei Spiele pro Tag – bei Temperaturen von bis zu 36 Grad eine echte Herausforderung. Trotzdem überzeugten die Hamburger mit starken Leistungen, sammelten Siege und Unentschieden und setzten sich schließlich im Spiel um Bronze gegen Potsdam durch. „Das Endspiel war genauso schön wie alle anderen Partien. Man hat gemerkt, dass sich die Teams gegenseitig den Erfolg gönnen – auch wenn natürlich jeder gewinnen wollte.“
Mehr als nur eine Medaille
Fast noch wichtiger als die Medaille waren für die Trainerin jedoch die Erlebnisse abseits des Spielfelds. „Es entstehen dort sehr viele innige Freundschaften. Es ist jedes Mal ein Highlight, sich wiederzusehen. Da geht einem einfach das Herz auf.“ Auch innerhalb der Hockeybande sei dieser Zusammenhalt außergewöhnlich. Die meisten Spieler gehören dem Team bereits seit der Gründung vor neun Jahren an. „Sie sind miteinander groß geworden. Das merkt man jeden Tag.“
Dieses Miteinander prägt auch den Umgang auf dem Platz. „Anders als im normalen Sport würde hier niemand einem anderen einen Vorwurf machen, wenn etwas nicht klappt“, sagt Feil. In der Mannschaft spielen Nationalkader-Athleten ebenso wie Spieler, bei denen der Ball auch mal in eine ganz andere Richtung fliegt als geplant. „Aber genau das macht unser Team aus.“
Special Olympics 2026
Die Nationalen Spiele gelten als größtes inklusives Sportereignis Deutschlands. Mehr als 4.300 Athletinnen und Athleten gingen in 27 Sportarten an den Start. Die Hamburger Delegation kehrte mit insgesamt 62 Medaillen zurück, darunter Gold für die Hockies von Lebenshilfe/DCADA und Bronze für die Hockeybande des Hamburger Polo Clubs.