Anti-Aging

Weniger cremen, besser essen: Was unsere Haut wirklich braucht

Gesundheit · · 12 Min. Lesezeit · von Dr. Yael Adler
Ein buntes, gesundes Gericht.
Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine, Ballaststoffe – all das sind wichtige Bestandteile unserer Ernährung. Aber was wirkt wie und wie viel braucht es?

Weniger Pflegeprodukte, dafür eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung: Dr. Yael Adler erläutert, was unsere Haut tatsächlich braucht. Die Dermatologin und Ernährungsmedizinerin räumt mit Pflegemythen auf und erklärt, welche Bedeutung Mikronährstoffe, Ballaststoffe und das Darmmikrobiom für die Hautgesundheit haben.

Als Ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Venenheilkunde und Ernährungsmedizin beschäftige ich mich schon seit langem mit der Frage, wie wir uns wohlfühlen in unserer Haut, wie wir unsere äußere Hülle attraktiv und gesund halten können und wie die Haut zugleich mit allem vernetzt. Ist der Umwelt, dem Klima, dem Mitmenschen und allem in uns – der Organgesundheit, den Mikronährstoffen, der Darmflora, dem Nerven- und Hormonsystem, der Psyche und der Sexualität.

Eine gute Hautärztin ist man nur, wenn man die Haut als Spiegel all dessen versteht und behandelt. Gleichzeitig ist eine junge Hülle nur dann authentisch, wenn auch der Körper und der Geist nicht vorgealtert sind. So kommen neben den Genen auch unser Lebensstil mit auf den Plan, Ernährung, Bewegung, Schlaf und gute menschliche Kontakte, Umgang mit Stress und das große Thema Vorsorge. Das gesellschaftliche Interesse an diesen Themen reißt nicht ab und die wissenschaftliche Forschung bringt ständig neue Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen ans Licht. Die Haut steht im Dauerfokus. Im Rampenlicht. Unsere Haut ist nun mal unser größtes Organ. Sie hat von allen Organen auch die meisten Fähigkeiten und ist mithin ein unerschöpfliches Forschungsfeld.

Trotz aller Neuentdeckungen bleibt die Erkenntnis: Weniger ist mehr. Obwohl oder gerade weil die Kosmetikindustrie uns mit jedem neuen Verkaufshit ins Gewissen hämmert, was wir alles versäumen und unserer Haut vorenthalten, wenn wir nicht sofort die Börse zücken, ist eines klar: Zum Reinigen größerer Hautareale und des Gesichts braucht es eigentlich nur Wasser und Handtuch; nicht mal Seife ist erwünscht. Wenn überhaupt für einzelne Krisenherde synthetische Waschsubstanzen, Tenside, kein Bedarf an Peeling, Mizellenwasser oder alkoholischen Gesichtswässern. Selbst ein leichtes Make-up kann mit reichlich warmem Wasser und ins Handtuch rubbeln runtergeholt werden. Das schwächt die Barriere weniger als die Reinigung mit Waschsubstanzen, wonach die Haut spannt.

„Die Haut braucht keine teuren Cremes.“

Dr. Yael Adler

Erst ohne sie ist unsere Haut in der Lage, ihre natürlichen Schutzmechanismen voll zu entfalten – die bisher eher weggewaschen oder zugecremt wurden: Schon innerhalb eines Monats ist zu merken, was die Haut alles selbst zuwegebringt. Ein florierendes Hautmikrobiom aus den guten Türsteher-Bakterien auf der Haut entsteht. Sie schützen uns, hüllen uns in einen Säureschutzmantel von saurem pH fünf  – und der kommt nie aus der Mode! Dazu brauchen Sie weder Desinfektionsmittel, alkalische Seifen noch Konservierungsmittel oder Antiseptika: Sie alle irritieren nämlich den pH-Wert und das Mikrobiom. An sensiblen Stellen, da wo die Duftdrüsen sitzen – Achseln, Leiste, Gesäßfalte –, kann man sparsam saure Waschsubstanzen auf Basis schwach entfettender Zucker- und Kokostenside, zum Beispiel Coco Glucoside, Decyl Glucoside und Aminosäure-Tenside, etwa Disodium/Sodium Cocoyl Glutamate, einsetzen – wenn‘s geht, aber ohne Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe! Händewaschen natürlich nach dem Klo, vor dem Essen und beim Nachhausekommen.

Cremes gezielt einsetzen

Inzwischen ist gut belegt, dass die berühmten und viel gepriesenen Cremes aus Drogerie und Parfümerie nur oben liegen bleiben und zumindest an bedürftigen Stellen die Hautbarriere stärken. Man darf und sollte sie da nutzen, durchaus auch nur punktuell, an Hautstellen, wo sie trocken ist und spannt; wer weniger aggressiv reinigt, wird immer kleinere Areale cremen müssen, da zunehmend die eigene Pflege, Fette aus Oberhaut und Talgdrüsen, greift. Günstig sind hier hautverwandte Lipide pflanzlichen Ursprungs, die Hautfette ersetzen, die Hautbarriere schützen und reparieren. „Biomimetische“ Cremes kommen ohne klassische Emulgatoren aus. So kommt auch Problemhaut gut mit ihnen zurecht – ohne Silikone und Mineralöle, Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe –, aber nur da, wo es die Haut mal nicht selbst schafft! Solche Cremes mit hautähnlichen Lipiden enthalten Triglyceride, Phosphatidylcholin, Butyrospermum Parkii Butter (Sheabutter), Glycerin, Squalan, Ceramide, Lecithin, freie Fettsäuren, Phytosterole…

Dr. Yael Adler, Ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Venenheilkunde und Ernährungsmedizin.
Dr. Yael Adler erläutert, wie gesunde Ernährung zu einem gesunden und langen Leben beiträgt.

Wir sind uns also einig, Cremen ist punktuell ok, da wo man es braucht, aber nicht alles zu matschen. Es muss nicht teuer sein, aber gut verträglich. Als Dermatologin liebe ich ein Produkt, das unsere Haut bei der Regeneration und Reparatur barrierestärkend unterstützt: kaltgepresste, unraffinierte Sheabutter. Das aus Afrika stammende Naturprodukt gilt dort seit Jahrtausenden als Wundermittel für die Hautpflege. Offenbar mit Recht, denn auch hierzulande ist sie aus der medizinischen Hautpflege nicht mehr wegzudenken. Sheabutter schließt Feuchtigkeit ein, macht die Haut geschmeidig und bringt natürliche Begleitstoffe wie Tocopherole, also Vitamin-E-Verbindungen, Phytosterole, Beta-Carotin beziehungsweise Provitamin A und weitere unverseifbare Lipidbestandteile mit. Sie zeichnet sich durch hautpflegende, der Hautbarriere nahestehende Lipide aus, vor allem durch Stearin- und Ölsäure sowie weitere Fettsäuren und wertvolle unverseifbare Bestandteile. Dadurch hat sie einen besonders pflegenden, schützenden und beruhigenden Effekt. Ihre sekundären Pflanzenstoffe und Lipidbegleitstoffe können die Hautbarriere bei Schutz und Reparatur unterstützen.

Sogar nach dem Händewaschen ist oft noch ein Teil der Schutzschicht spürbar vorhanden, und auch Lippen, Nagelhaut, raue Stellen und Haarspitzen freuen sich über dieses besondere Fett. Die hochwertige kalt gepresste Form ist zartgelb, mild nussig duftend, glatt und fest-wachsig, nicht stinkig, krümelig oder ölig. Raffinierte und damit weiße Versionen, wie sie häufig in der Kosmetikindustrie genutzt werden, sind zwar ebenfalls pflegend, enthalten aber weniger der natürlichen Begleitstoffe und sind deshalb weniger hochwertig.

Eine Feuchtigkeitscreme, die Wasser enthält, ist nicht zwingend nötig und kommt höchstens dann zum Einsatz, wenn Fettcreme oder Salbe dem Anwender zu fettig werden. Als natürliche Feucht-haltefaktoren können Cremezusätze wie Harnstoff, Glycerin, Aminosäuren und Hyaluronsäure die Hornschicht der Oberhaut für eine gewisse Zeit aufsaften. Niedrigmolekulare Formen können etwas tiefer in die oberen Hautschichten eindringen und Feuchtigkeit noch länger in der Hornschicht binden. Augen auf auch bei Cremes „für die reifere Haut“ oder sogenannten Anti-Aging-Produkten: Die Vitamine A, C, E, Niacinamid und kurzkettige Polypeptide sollen nach bestimmten Laboruntersuchungen einen messbaren Effekt haben. Sie schaden meist nicht, aber mit den versprochenen Wundern ist es nicht ganz so einfach wie in der Werbung: Wenn überhaupt in ausreichender Menge und Aktivität enthalten, wirken sie allenfalls vorbeugend und oberflächlich. Sehr effektiv sind sie, wenn man sie isst. Denn dann kommen Vitamine und Pflanzenfarbstoffe aus den Lebensmitteln von innen an die Haut und werden für den Aufbau genutzt, genauso wie die Makronährstoffe Proteine, Kohlenhydrate und Fette.

„Am besten wirkt Anti-Anging von innen – also mit der Nahrung aufgenommen.“

Dr. Yael Adler

Ein interessanter Wirkstoff ist Vitamin-A-Säure, also Tretinoin. Das ist ein rezeptpflichtiger dermatologischer Wirkstoff mit echter Studienlage bei lichtgealterter Haut. Tretinoin kann die epidermale Erneuerung ankurbeln, Kollagenabbau bremsen und feine Fältchen, Rauigkeit sowie Pigmentunregelmäßigkeiten verbessern – langsam, manchmal reizend, geht messbar in die Haut über, im Gegensatz zu Kosmetikcremes. Ist daher auch rezeptpflichtig und in der Schwangerschaft verboten.

Medizinische Wirkstoffe statt Kosmetikversprechen

Und vielleicht wird genau deshalb so wenig darüber getrommelt: Tretinoin gibt es auf Rezept, kostet oft nur wenige Euro und eignet sich nicht so gut für die Hochglanz-Story vom 180-Euro-Tiegel. Wer eine „Anti-Faltencreme“ kauft, wird seinen Falten damit keinen Schreck einjagen, und die dazukommenden kümmert sie sowieso nicht. Hier ist eine gute Sonnencreme weitaus effektiver. Auch Anti-Aging-Stoffe müssten in die zweite Hautschicht, die Lederhaut gelangen, um dort verschütt gegangenes Kollagen, elastische Fasern oder die verminderte Hyaluronsäure zu powern oder deren Neubildung zu stimulieren. Das können und dürfen kosmetische Stoffe nicht. Sonst wären es Arzneimittel. Reines Draufschmieren von Hyaluronsäure macht die Haut immerhin vor allem oberflächlich für einige Stunden praller und glatter, saftiger, ersetzt aber ebenfalls keine Kollagenneubildung in der Lederhaut. Wirkstoffe wie Tretinoin oder medizinisch eingesetzte Hormone sind da eine andere Liga.

Und damit sind wir bei einem weiteren, kosmetisch nicht bewerbbaren Thema: bioidentische Hormone. Die beiden Östrogene Estradiol und Östriol sowie das Progesteron sind für die Haut keine Nebensache. Nach der Menopause werden Haut und Schleimhäute trockener, dünner, empfindlicher, kollagenärmer. Ärztlich eingesetzte bioidentische Zubereitungen können – richtig indiziert, niedrig dosiert und überwacht – an bestimmten Haut- und Schleimhautarealen durchaus wie eine echte Regenerationspflege wirken. Aber: Das ist keine Lifestyle-Creme zum fröhlichen Ganzkörper-Schmieren, sondern Hormonmedizin. Dabei bitte nicht TikTok-mäßig Vaginalcreme ins Gesicht spachteln, sondern besser eine gute biomimetische Creme mit niedermolekularem Hyaluron für Kurzzeiteffekte und einer klugen rezeptpflichtigen Hormonmischung für den Hautaufbau für Langzeiteffekte nutzen, angemischt in der Hormonapotheke.

Ein gesundes und ausgewogenes Gericht.
Eine besonders bedeutsame Form der komplexen Kohlenhydrate sind die Ballaststoffe. Sie sind die stillen Heilsbringer und Helden unserer Ernährung.

Der neue große Trend in der ästhetischen Medizin geht ohnehin weg vom reinen „Auffüllen“ und hin zum Biostimulieren: Polymilchsäure, genauer Poly-L-Milchsäure, oder Calciumhydroxylapatit werden gespritzt, um Fibroblasten zu stimulieren und körpereigene Kollagenneubildung anzustoßen. Hyaluronsäure nutzt man zunehmend nicht mehr nur zum Aufpumpen und Verformen, sondern – je nach Produkt und Technik – auch als Skinbooster zur Verbesserung von Hydratation, Elastizität und Hautqualität und Botox nur sparsam, um keine Masken zu generieren. Der Trend geht weg von Fratzen. Laser, Hitzenadeln oder Eigenblutinjektionen sind ebenfalls nützliche Spieler. Ein hochzurrendes Facelift, wenn es baumelt, schafft allerdings weiterhin nur der plastische Chirurg.

Unter uns: Studien der Kosmetikbranche erreichen oft keine wissenschaftlichen Standards, sind oft nur Laborweisheiten, nicht am Menschen getestet, und falls doch, an zu kleinen Gruppen. Besonders für mein jüngstes Buch „Genial ernährt!“ habe ich untersucht, wie wir uns die meisten haut-wichtigen Mikronährstoffe durch die Ernährung zuführen können. Unser Körper – und damit auch die Haut – wird nämlich maßgeblich aus dem aufgebaut, was wir tagtäglich zu uns nehmen. Hautgesundheit und -jugend hängen wesentlich von der Qualität unseres Essens ab: Die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett sind das Baumaterial und sorgen für die Energiezufuhr. Wasser ist im Grunde auch ein Makronährstoff, liefert aber keine Kalorien. 60 Prozent unseres Körpers bestehen aus Wasser. Bei 0,5 Prozent Wasserverlust verspüren wir Durst, bei sieben Prozent sind wir nicht mehr funktionstüchtig und in Lebensgefahr.

Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, Omega-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind zuständig für alle Stoffwechselvorgänge, den Schutz und die Reparatur der Haut. Die Haut ist, was du isst – Schönheit kommt zu großen Teilen wirklich von innen! Die meisten profitieren von Vitamin D mit K2, Omega 3, Zink, Selen; manche benötigen B-Vitamine, Frauen oft Eisen; auch die Schilddrüse muss stimmen, die will Jodsalz; Protein sollte ebenfalls 1,2 g/kg KG betragen. Eine besonders bedeutsame Form der komplexen Kohlenhydrate sind die Ballaststoffe. Sie sind die stillen Heilsbringer und Helden unserer Ernährung. Ohne Kalorien ins Spiel zu bringen, machen sie uns satt, helfen uns, Gewicht zu halten, und fördern unsere Zufriedenheit und seelische Gesundheit.

Eine höhere Ballaststoffaufnahme ist mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen verbunden.

Dr. Yael Adler

Gleichzeitig leisten sie einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit von Darm und Körper. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, empfiehlt Erwachsenen, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Wenn Sie sich die Mühe machen, Ihr Essen für ein paar Tage abzuwiegen und die Zahlen in eine App einzugeben, mit der man Kalorien, Zusammensetzung und Inhaltsstoffe zusammengestellt bekommt, werden Sie womöglich deutlich unter diesen geforderten 30 Gramm liegen. Hier sollten Sie unbedingt aufstocken!

Warum Ballaststoffe so wichtig sind

Studien zeigen klar: Eine höhere Ballaststoffaufnahme ist mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen verbunden. Auch für die Darmgesundheit sind Ballaststoffe zentral, denn sie füttern unsere nützlichen Darmbakterien und fördern ein vielfältiges Mikrobiom. Fünf Gramm Ballaststoffe mehr am Tag können die Gesamtsterblichkeit um 14 Prozent reduzieren. Das entspricht zum Beispiel einem gehäuften Esslöffel Akazienfaserpulver.

Ideal ist eine Mischung aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Sie helfen, den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel zu regulieren, sind daher höchst willkommen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit und beugen Alters- und Zivilisationskrankheiten vor. Sie verlangsamen die Verdauung, was ein längeres Sättigungsgefühl fördert. Gleichzeitig sorgen sie für einen guten Stuhlgang. Lösliche Ballaststoffe können zur Gewichtskontrolle beitragen, weil sie das Hungergefühl reduzieren und die Gesamtkalorienaufnahme verringern, Blutzucker und Fettstoffwechsel verbessern. Sie wirken als Präbiotika, die insgesamt das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern. Besonders zu empfehlen sind Akazienfasern aus dem Harz von Akazienbäumen. Ähnlich dem bekannten Verdickungsmittel Gummi arabicum, auch aus Akazienbäumen, aber speziell weiterverarbeitet, um präbiotische Vorteile zu bieten.

Lösliche Ballaststoffe können zur Gewichtskontrolle beitragen, weil sie das Hungergefühl reduzieren und die Gesamtkalorienaufnahme verringern, Blutzucker und Fettstoffwechsel verbessern.

Dr. Yael Adler

Optimal sind die Fasern von Senegalia senegal, der wertvollen Baumart, weiß, hoch löslich und bio für Klein und Groß. Die meisten Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, wenn auch unverdauliche. Ein weiteres Argument dafür, Kohlenhydrate nicht zu fürchten. Sie bringen unser Darmbiotop auf Trab, gleichzeitig unterstützen sie aber auch die Immunfunktion und die Barrierefunktion des Darms. Eine ballaststoffreiche Ernährung, die lösliche Ballaststoffe wie Akazienfasern, Pektin, Inulin, ein Gemisch von Polysacchariden, und Beta-Glucan enthält, kann das Gedeihen nützlicher bakterieller Helfer unseres Körpers fördern und somit zur allgemeinen Gesundheit beitragen.

A propos Darmmikrobiom: Eine Studie aus dem „American Gut Project“, einer der größten Studien zur menschlichen Darmgesundheit, kommt zu der Empfehlung, wir sollten jede Woche ungefähr 30 oder mehr pflanzliche Lebensmittel zu uns nehmen. Eine bunte Kost – gemeint sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, also Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Vollkorngetreide, Nüsse, Kerne und Samen, Pilze sowie Kräuter und Gewürze – und Kaffee darf man auch mit einem Pflanzenpunkt versehen. Manche beziehen dunkle Schokolade ein. Kein schlechter Anreiz zur Nachahmung, oder?

Dr. Yael Adler

ist Fachärztin für Dermatologie, Venerologie, Phlebologie und Ernährungsmedizin (DGEM). Gefragt ist sie auch als Expertin für Anti-Aging-Medizin und Longevity, das gesunde Altern. Sie hat in der klinischen Forschung gearbeitet und leitet seit 2007 eine eigene Praxis in Berlin. Zudem praktiziert sie seit 2024 in der renommierten Clinic Utoquai in Zürich. Yael Adler beschreibt komplexe medizinische Sachverhalte verständlich. Dies stellt sie in stand-up-Vorträgen und als Gesundheitsexpertin in den Medien (ZDF, ARD und FAZ) unter Beweis. Auch in ihrem regelmäßigen Podcast „Ist das noch gesund?“ gibt sie mit ihren Interviewpartnern Expertenrat rund um Gesundheit.

Buchtipp: Genial ernährt!

Das Buch „Genial ernährt!“ von Dr. Yael Adler.

Dr. Yael Adler erklärt uns in „Genial ernährt!" , wie unsere Ernährung Körper, Gehirn und Wohlbefinden beeinflusst. Wissenschaftlich fundiert, verständlich und mit vielen alltagstauglichen Tipps. Ihre bei Droemer erschienenen Bücher waren allesamt Spiegel-Bestseller, erreichten vielfach Platz 1 der Bestsellerliste und wurden in bis zu 35 Sprachen übersetzt.

Genial ernährt!
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten
Verlag: Droemer HC
ISBN: 978-3426448601

Kaufen

Artikel teilen