Ausstellung

Internationales Maritimes Museum erweitert Ausstellung zur Seenotrettung

HafenCity · · 2 Min. Lesezeit · von Kai Winn
Modell der RMS Titanic in der Ausstellung des Internationalen Maritimen Museums Hamburg.
Ihr Untergang war der Startschuss für mehr Sicherheit auf See: die R. M. S. „Titanic“.

Von der „Titanic“ bis zu modernen Rettungseinsätzen: Das Internationale Maritime Museum Hamburg gestaltet seinen Ausstellungsbereich zur Seenotrettung neu und arbeitet dabei eng mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zusammen. Besucher können künftig noch tiefer in die Geschichte maritimer Sicherheit und spektakulärer Rettungsaktionen eintauchen.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Medienpartner HafenCity Zeitung

Der 15. April 1912 gilt als das Schicksalsdatum der modernen Passagierschifffahrt. Zugleich war der Untergang der „Titanic“ ein Wendepunkt in der Geschichte der Sicherheitsbestrebungen auf See. Als direkte Reaktion auf die Katastrophe entstand das SOLAS-Abkommen (kurz für: Safety of Life at Sea). Die UN-Konvention definiert bis heute die internationalen Sicherheitsstandards der zivilen Schifffahrt. Sie sollen verhindern, dass es zu den mitunter waghalsigen Einsätzen der Seenotretter kommen muss.

Langjährige Kooperation zwischen Museum und DGzRS

Historische Ehrenurkunde für Kapitän Hinrich Knuth nach einer Seenotrettung vor der chinesischen Küste.
Ehrung für Kapitän Hinrich Knuth, der 1899 vor der chinesischen Küste zehn Schiffbrüchige rettete.

Um diesem Publikumsinteresse zu begegnen, gestaltet das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) derzeit Teile seiner Dauerausstellung neu. Dabei arbeitet das Kuratoren-Team auch eng mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zusammen, deren Geschichte und Leihgaben schon jetzt das Rückgrat des entsprechenden Ausstellungsbereichs bilden.

Zu sehen sind unter anderem aufblasbare Rettungsinseln, Seilrettungssysteme, Überlebensrationen oder Leuchtmittel, um auf hoher See auf sich aufmerksam zu machen. Exponate wie diese machen historische Seenotfälle für die Besucherinnen und Besucher nachvollziehbar. Dazu zählen Fälle wie die Irrfahrt der „Bulgaria“, die 24 Tage manövrierunfähig im Atlantik trieb, oder die Rettungstat des Altonaer Kapitäns Hinrich Knuth, der 1899 zehn Schiffbrüchige vor der Küste Xiamens rettete.

Neues auch im öffentlichen Raum

Mit dem Umzug des Themas vom 6. auf das 9. Deck des historischen Kaispeichers B wächst auch die Fläche, die dem Thema Seenotrettung gewidmet ist. Ergänzend zur Umgestaltung im Haus wird ein Modell der „­Hermann Marwede“, des größten See­notrettungskreuzers Deutschlands, in der U4-Bahn-Station „Überseequartier“ ausgestellt werden. Und auch im Außenbereich des Museums tut sich etwas: Die dort ausgestellte „Umma 1“, ein DGzRS-Strandrettungsboot der 7-Meter-Klasse, wird mit Kränen an einen zentralen Platz im Museumshof versetzt.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) finanziert sich zu 100 Prozent durch Spenden. Das älteste noch in Nutzung befindliche „Spendenschiffchen“ von 1875 steht im IMMH.

Online: imm-hamburg.de

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