Volksabstimmung

Olympia-Volksentscheid: Hamburg diskutiert über Chancen und Risiken

Hamburg · · 23 Min. Lesezeit · von Wolfgang Timpe
Visualisierung des geplanten olympischen Dorfes im Hamburger Volkspark mit Wohngebäuden, öffentlichen Plätzen und Grünflächen.
Wohnen am grünen Volkspark – vorher olympisches Dorf. Neben temporären Spielstätten sieht das Olympiakonzept nachhaltige Neubauten für Hamburg vor. Hier die Plaza im Olympia-Dorf am Volkspark, das später als Wohnviertel genutzt werden soll.

Am 31. Mai entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger, ob sich die Stadt um Olympische und Paralympische Spiele bewerben soll. Während Befürworter auf Investitionen, Infrastruktur und neue Impulse für den Sport setzen, warnen Kritiker vor hohen Kosten und langfristigen Risiken. Vier Stimmen aus Politik, Sport und Zivilgesellschaft erläutern ihre Positionen.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Medienpartner HafenCity Zeitung

Hamburg steht in den kommenden vier Wochen vor einer richtungsweisenden Zukunftsentscheidung: Soll sich die Elbmetropole auf Wunsch der Hamburger:innen für 2036, 2040 oder 2044 um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für Deutschland bewerben? Dabei müsste sich Hamburg nach einem möglichen Ja in der Volksabstimmung am 31. Mai dann noch im innerdeutschen Wettbewerb für den DOSB, den Deutschen Olympischen Sportbund, gegen die „Köln/Rhein-Ruhr“-Region, Berlin oder München durchsetzen. Hauptgegner sind wohl München und „Köln/Rhein-Ruhr“, denn dort haben sich jeweils rund zwei Drittel oder mehr für Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Von einer solch breiten Zustimmung der Stadtgesellschaften an Isar, Rhein und Ruhr kann die Elbmetropole Hamburg momentan nur träumen. Die jüngste repräsentative Umfrage bescherte den breiten hanseatischen, gesellschaftlichen Pro-Bündnissen Olympia-Initiative und OlympJA einen Dämpfer und den Gegnern von NOlympia Hamburg Rückenwind.

Das Neue und Herausfordernde?

Der Ausgang für die Volksabstimmung über die Olympiabewerbung Hamburg? Ungewiss – und im Zweifel negativ wie 2015? Jedenfalls fällt es offenbar den Gegnern wesentlich leichter, für eine Anti-Stimmung, als den Olympiabefürwortern, für eine Aufbruchsstimmung zu sorgen. Und die NOlympia-Hamburg-Bewegung hat es auf die Wahlzettel für den 31. Mai geschafft. Sie wird mit ihren populären Gegenargumenten wie unkalkulierbaren Steuerzahlermillionen und mangelnder Nachhaltigkeit der Spielstätten und des Olympiadorfes stärker wahrgenommen als der Senat mit seinem für sich werbenden Olympia-Konzept für Spitzensporterlebnis, Breitensport- und Vereinssportförderung sowie Bundfinanzierung von milliardenteurer Infrastruktur. Seit dem 25. März und den negativen NDR-Umfrageergebnissen steht nun ein dickes Fragezeichen hinter dem Werbemotto von Mr. Olympia und „Active City“-Macher Andy Grote, Hamburgs Innen- und Sportsenator: „Diese Spiele sind das, was wir gemeinsam daraus machen: eine Chance für alle!“ Wirklich für alle?

Die Werbetour des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher durch die sieben Bezirke ist bestens besucht und die Stimmung positiv – von Befürwortern. Es kommt jedoch im Mai darauf an, ob die Pro-Olympia-Werbekampagne und die öffentlichen Diskussionen die Menschen in Hamburg emotional berühren und mitnehmen können. Nur dann scheint ein Umschwung zur Zustimmung machbar.

Wählen Sie aktiv Ihre Zukunft

Genauso wenig hilft es aber auch, millionen- oder gar milliardenschwere Detail-Finanzierungsfragen ins nächste Jahrzehnt zu verschieben. Vogelstraußpolitik führt zu heftigen Phantomschmerzen. Alle Fragen mit offenem Visier beantworten oder begründet (!) als noch nicht beantwortbar nachvollziehbar darstellen. Dann entsteht eine vernünftige Debatte, und die Hamburger:innen, die am 31. Mai zur Volksabstimmung zur Olympiabewerbung aufgerufen sind, können sich ihre eigene Meinung bilden und müssen halt nicht über Klischees – hier Geldverschwender, dort Vernunftssparer – abstimmen. Das hat weder ein lebendiges Olympia (Paris 2024!) noch ein mutiges, auf die Zukunft setzendes Hamburg verdient.

Und Ihre Haltung? Bilden Sie sich in den kommenden Tagen und Wochen Ihre Meinung – frisch und unvoreingenommen. Wir von der HafenCity Zeitung freuen uns, wenn Sie Ihre Haltung überprüfen und alle wichtigen Argumente kennen. Dazu bieten wir Ihnen vier Pro- und Contra-Essays aus Politik, Sport und Zivilgesellschaft an:

Pro Olympia – Katharina Fegebank
Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin erläutert, warum sie in Olympischen und Paralympischen Spielen eine große Chance für die Stadt sieht.

Contra Olympia – Heike Sudmann
Die Co-Fraktionsvorsitzende der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft warnt vor hohen Kosten und sozialen Folgen einer Olympia-Bewerbung.

Pro Olympia – Rando Aust
Der Vorstandsvorsitzende der Alexander Otto Sportstiftung und Mitglied der Hamburger Olympia-Initiative wirbt für Olympia als Impulsgeber für Sport, Infrastruktur und Stadtentwicklung.

Contra Olympia – Eckart Maudrich
Der Mitgestalter der NOlympia-Initiative hält die finanziellen und gesellschaftlichen Risiken für größer als den möglichen Nutzen der Spiele.

Lesen Sie die Argumente der vier Pro- und Contra-Autor:innen und wägen Sie ab, was Sie überzeugt. Egal wie Ihr Urteil ausfällt: Entscheiden Sie, machen Sie Briefwahl oder gehen Sie ins Wahllokal. Bitte Butter bei die Fische! Denn nicht wählen zu gehen heißt, dass die Zukunftsabstimmung für oder gegen Olympia und eine mögliche moderne Infrastruktur und Sportstättenlandschaft sowie neuen Studenten-Wohnraum ohne Ihre Stimme entschieden wird. Und das wäre doch traurig angesichts des jahrhundertelang bewährten hanseatischen Hamburger Bürgerstolzes, der sich immer schon, wenn es wichtig wurde, durch große Empathie ausgezeichnet hat.

Ergreifen Sie Partei. Setzen Sie mit Ihrer Stimme auf Ihre Zukunft Hamburgs.


Pro Olympia

Katharina Fegebank: »Diese Chance für uns alle ergreifen!«

Warum für Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin, Die Grünen, Olympia in Hamburg Fortschritt bedeutet und die Menschen zum Träumen bringt.

Katharina Fegebank
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin sowie Umwelt- und Klimasenatorin von den Grünen: „Ich wünsche mir, dass wir uns trauen, am 31. Mai einfach mal ,Ja‘ zu sagen, und diese Chance mit Mut und Zuversicht ergreifen.“

Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg. Mit 3x3 Basketball auf der Binnenalster, Schwimmen im Volksparkstadion, Hockey am Millerntor und einer Menge mehr. Für viele Menschen in unserer Stadt würde sich damit ein Lebenstraum erfüllen, auch für mich. Aber selbst wenn man emotional noch nicht sofort Feuer und Flamme für die Spiele ist – bei genauerem Hinsehen gibt es auch eine ganze Menge rationale Gründe, diese Chance für uns alle zu ergreifen.

Um es einmal vorwegzunehmen: Die Chance, dass Deutschland 2040 oder 2044 Olympische Spiele bekommt, steht nach allem, was wir heute wissen, sehr gut. Es geht also vor allem um die Frage, wo diese Spiele in Deutschland stattfinden sollen. Sollen sie zum zweiten Mal nach 1972 nach München gehen, oder ist diesmal der Norden dran? München will diese Spiele zum zweiten Mal – und hat dies mit einer Zweidrittelmehrheit sehr deutlich gezeigt. Diese klare Mehrheit fußt auf der extrem positiven Erfahrung, die die Stadt 1972 gemacht hat. Die Spiele haben nicht nur die internationale Bekanntheit der Stadt enorm gesteigert, sondern den Menschen auch neue S- und U-Bahn-Linien, einen Olympischen Park und ein Studierendenviertel gebracht, das aus dem olympischen Dorf entstanden ist. Der Mehrwert der Spiele für die Stadt ist bis heute für alle seh- und erlebbar. Und so geht es übrigens nicht nur München.

Die Menschen sind nicht mit dem ­Klammerbeutel gepudert

Städte, die einmal Olympische und Paralympische Spiele hatten, bewerben sich immer wieder darum, weil sie wissen, was für ein riesiger Gewinn dies für eine Stadt sein kann. 2024 waren es die dritten Olympischen Spiele für Paris, 2028 wird Los Angeles hier zahlenmäßig gleichziehen, und in London laufen gerade die Vorbereitungen für eine vierte Bewerbung. Die Menschen in diesen Städten sind nicht blöd oder mit dem Klammerbeutel gepudert, sondern wissen genau, was sie da tun. Sie kennen den großen und dauerhaften Mehrwert der Spiele aus erlebter Erfahrung. Deshalb bewerben sie sich zum zweiten, dritten oder vierten Mal darum, sie auszutragen.

Die Spiele werden sich der Stadt ­anpassen – und nicht umgekehrt

In Hamburg fehlt uns diese Erfahrung bislang – anders als beispielsweise auch in Kiel. Deshalb ist es wichtig, deutlich zu machen, was Olympische Spiele für Hamburg wirklich bedeuten können. Hamburg soll nach den Spielen eine grünere Stadt sein als vorher. Deshalb setzen wir auf den Bestand und verzichten auf Neubauten extra für Olympia. Volksparkstadion, Millerntor und Barclays Arena werden zentrale Sportstätten sein. Die Spiele werden sich der Stadt anpassen – und nicht umgekehrt. Die Vorgabe des IOC, die Spiele klimapositiv zu gestalten, werden uns einen enormen Schub geben, unser eigenes Hamburger Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein, zu erreichen.

Um die Stadt noch grüner zu machen, werden wir unter anderem ein grünes „Olympisches Band“ vom Volkspark über den Bornkamppark bis hin zum Wasserpark Dove-Elbe (Eichbaumsee) herrichten. Das wird die Lebensqualität für ganz viele Quartiere in unserer Stadt erhöhen – und zwar dauerhaft auch nach den Olympischen und Paralympischen Spielen.

Wir wollen mit den Spielen die Verkehrsinfrastruktur für Hamburg dauerhaft verbessern. Mit dem dringend notwendigen Ausbau des Hauptbahnhofs, dem Bau der U5 hin zu den Arenen und der S6 bis zum olympischen Dorf. Und das olympische Dorf? Das wird nach den Spielen die Science City werden, ein moderner neuer Stadtteil, in dem wir nicht nur 4.500 Wohnungen bauen, sondern auch Spitzenforschung, Lehre und Entwicklung miteinander verbinden.

Und wir wollen Hamburg zur inklusivsten Stadt Deutschlands machen. Denn es gibt kein Ereignis auf dieser Welt, das so sehr dazu beiträgt, Barrieren abzubauen wie die Paralympischen Spiele. Deshalb liegen mir die Paralympics besonders am Herzen. Ob im ÖPNV, beim Wohnen oder im Sport: Wir können mit den Paralympischen Spielen sehr viel besser und schneller darin werden, Barrieren abzubauen.

Es wird viel Geld vom Bund in die ­Ausrichterstadt fließen

Von Kritikern kommt bei diesen Hinweisen gerne das Argument, dass man dies ja auch alles ohne Olympia machen könnte. Ja, theoretisch ist das möglich. In der Praxis aber sind die Mittel begrenzt. Der Bund hat sich – anders als 2015 – bereits sehr klar dazu bekannt, die Olympischen und Paralympischen Spiele finanziell zu unterstützen. Es wird also viel Geld vom Bund in die Ausrichterstadt fließen. Geld, das wir dringend benötigen, um die angesprochenen Projekte umzusetzen. Geld, das, wenn es nicht nach Hamburg fließt, woanders hingehen wird. Oder anders gesagt: Wenn die Spiele in München stattfinden, wird die dortige Stammstrecke auch mit Hamburger Steuergeld bezahlt werden. Markus Söder würde das freuen, mich nicht.

Es gibt also eine große Vielzahl an Gründen, sich für die Olympischen Spiele einzusetzen. Wir reden über eine Chance für alle – aber auch über eine Chance, die so schnell nicht wiederkommt. Wenn die Spiele 2040 oder 2044 nach München oder Nordrhein-Westfalen gehen sollten, wird es womöglich in diesem Jahrhundert keine neue Gelegenheit für Hamburg geben, denn Europa als Kontinent ist nur alle 16 bis 20 Jahre an der Reihe, und auch hier sind dann erst mal wieder andere Länder dran.

Ich wünsche mir, dass wir all diesen Menschen ihre Träume lassen

Hamburg hat bei sportlichen Großereignissen schon oft gezeigt, welch unglaubliche Begeisterung für den Sport sie in sich trägt. Viele in der olympischen Generation – also die heute Sechs- bis 15-Jährigen – träumen sicher davon, selber in ihrer Heimatstadt bei Olympischen Spielen anzutreten. Andere freuen sich auf die einmalige Gelegenheit, die Spiele in ihrer Heimat als Zuschauer zu verfolgen – ob im Stadion, in der Turnhalle oder einfach an der Fahrrad- oder Marathonstrecke. All das wird für die Menschen in Hamburg unvergesslich bleiben.

Ich wünsche mir, dass wir all diesen Menschen ihre Träume lassen. Dass wir uns trauen, am 31. Mai einfach mal „Ja“ zu sagen, und diese Chance mit Mut und Zuversicht ergreifen.

Katharina Fegebank, 49, ­ ist Hamburgs ­Zweite Bürgermeisterin sowie Umwelt- und Klimasenatorin (Die Grünen) im rot-grünen Senat der ­Hamburgischen Bürgerschaft.


Contra Olympia

Heike Sudmann: »Für Hamburg – Nein zu Olympia!«

Warum für Heike Sudmann, Co-Fraktionssvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft, die Olympia-Bewerbung Milliarden verschlingt, die für Klima und Inklusion fehlen.

Heike Sudmann
Heike Sudmann, Co-Fraktionsvorsitzende Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Begeisterung für olympische und paralympische Sportler:innen in den Wettkämpfen endet in zu wenigen und schlecht ausgestatten Sportstätten in Hamburg. Und das für viele, viele Jahre – denn das Geld geht ja für Olympia drauf.“

Hamburg soll sich für die ­Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 bewerben – so der Wille des Senats. Um die Hamburger:innen zu überzeugen, dass Olympia „eine Chance für alle“ sei, produziert der Senat schöne Bilder und große Emotionen. Das lässt er sich mal eben elf Millionen Euro kosten. Doch damit kann er nicht ablenken von den vielen Baustellen, dem Verkehrschaos, der Klimabelastung und den hohen Ausgaben. Olympia wird extrem teuer, selbst der Senat spricht von 6,1 Milliarden Euro. Dabei fehlen noch etliche Milliardenkosten, zum Beispiel für die Sicherheit. Das Geld könnte für ein Hamburg ohne Olympia viel besser genutzt werden: für dauerhafte Sportförderung, für mehr Häuser der Jugend, für Seniorinnen- und Seniorentreffs, für eine bessere Gesundheitsversorgung, für günstige Mieten und vieles mehr.

100 Millionen Euro Gewinn durch ­Olympia? Mitnichten!

Der Senat spricht von 100 Millionen Euro Gewinn – und schweigt lieber über die Gesamtsumme, die für die Olympischen Spiele ausgegeben werden müssen. Kein Wunder, denn allein die 6,1 Milliarden Euro Ausgaben, die sich schon im aktuellen Finanzkonzept des Senats wiederfinden, (v)erschrecken viele Hamburger:innen. Dabei fehlen noch die Ausgaben für Sicherheit und Logistik. Bei Olympia 2024 in Paris waren das 2,65 Milliarden Euro. Die 100 Millionen Euro Gewinn in einem von drei Olympia-Budgets kommen übrigens nur zustande, weil der Senat einen Zuschuss des Bundes in Höhe von 200 Millionen Euro einrechnet. Dumm nur, dass der Bund es bisher nur bei warmen Worten belässt. Denn der Bund bekennt sich zwar zu einer finanziellen Mitverantwortung für Olympia, macht aber keinerlei Zusagen über die Höhe von Bundesgeldern. Das sei abhängig von der Haushaltslage … Und ohne Bundesgelder soll auch die neue Multifunktionsarena im Volkspark gebaut werden. Der Neubau des Vorbildes, des Madrider Stadions Santiago Bernabéu, hat über eine Milliarde Euro gekostet.

Woher Geld nehmen und nicht stehlen?

Auch den größten Befürworterinnen der Olympischen und Paralympischen Spiele ist klar, dass Milliardenausgaben auf Hamburg zukommen. Ebenso klar ist, dass sich die Einnahmen Hamburgs nicht auf wundersame Weise vermehren werden. Schon heute stehen Kürzungen im Jugendbereich, Schließungen von Krankenhäusern, fehlende Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitszentren in den Stadtteilen, geschlossene Schwimmbäder, hohe Obdachlosigkeit und explodierende Mieten auf der Tagesordnung. Mit beziehungsweise nach Olympia wird es nicht um mehr, sondern um weniger Geld für wichtige soziale, kulturelle und bildungspolitische Aufgaben gehen. Und darunter werden gerade die Kinder und Jugendlichen zu leiden haben, um die es doch angeblich geht, wenn von der „olympischen Generation“ gesprochen wird.

Barrierefreiheit und Inklusion – in 10, 14 oder 18 Jahren. Im Ernst?

Und der Sport? Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nach den Olympischen Spielen in Sydney (2000), Athen (2004) und London (2012) keinen positiven Effekt auf den Breitensport feststellen. Für Olympia werden in Hamburg mit viel Geld diverse Sportstätten nur für vier Wochen gebaut oder umgebaut (temporäre Bauten). Modernisieren oder weiterentwickeln will der Senat 42 Dreifeldhallen, 16 Sportfreianlagen und zwölf Schwimmbäder. Das ist für ganz Hamburg doch nur ein schlechter Witz! Knapp vier Wochen Begeisterung für olympische und paralympische Sportler:innen in den Wettkämpfen enden in zu wenigen und schlecht ausgestatten Sportstätten in Hamburg. Und das für viele, viele Jahre – denn das Geld geht ja für Olympia drauf.

Der Hamburger Senat verspricht, dass Hamburg zur barriereärmsten Stadt Deutschlands umgebaut werde, wenn Olympia kommt. Das hört sich gut an – ist aber in Wirklichkeit ein Armutszeugnis. Menschen mit Behinderung müssen sich uneingeschränkt in der Stadt bewegen können. Und das so schnell wie möglich und nicht erst in 10, 14 oder 18 Jahren. Bei Inklusion geht es um Menschenrechte. Und die müssen unabhängig davon, ob Hamburg Olympische und Paralympische Spiele ausrichtet, verwirklicht werden.

Prima Klima mit Olympia? 790.000 ­Besucher:innen an einem Tag

Olympische Spiele verursachen enorme CO₂-Emissionen – durch Neubauten, Straßenverkehr und Flugreisen. Sie lassen sich weder klimaneutral noch klimapositiv veranstalten. Deshalb will der Senat sich durch Zertifikate freikaufen – was die Klimabelastung in Hamburg nicht verringert. Am Spitzentag werden laut Senat 790.000 Olympia-Besucher:innen und Touristen in Hamburg sein. Täglich kommen 50.000 zusätzliche Fluggäste wegen Olympia. Dass die Deutsche Bahn den Ausbau des Hauptbahnhofes und des Schienennetzes rechtzeitig schafft, glaubt wohl niemand. Der – fragwürdige – Bau der U5 wird bis 2036 nicht bis zum Volkspark reichen, selbst 2040 wird knapp. Olympisches Verkehrschaos garantiert!
Angst bei den Befürworter.innen: Seit Umfragen eine Mehrheit gegen Olympische Spiele in Hamburg sehen, fabulieren Befürworter:innen eine unheilige Allianz zwischen NOlympia und Die Linke mit der AfD herbei. Mit diesem unsportlichen Foul lenken SPD, Grüne, CDU und andere von der Hauptfrage ab, weshalb sie trotz all der Risiken und Nachteile so vehement für Olympische Spiele sind. Ehrlicher wäre es, wenn sie sagen: „Ja, Olympia verschlingt Milliarden, die an anderer Stelle fehlen werden. Ja, wir wissen, dass Wirtschaftsinstitute sagen, es gibt keinen messbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Aber die großen Emotionen und Bilder sind uns das wert.“ Die berechtigte Angst, damit das Referendum zu verlieren, hält die Befürworter:innen von so viel Ehrlichkeit ab.

Wer gewinnt denn nun am Ende?

Egal, wie die Wettkämpfe ausgehen, einer gewinnt immer bei den Olympischen Spielen: das Internationale Olympische Komitee (IOC), das bekannt ist für Intransparenz, Korruption, Doping-Verschleierung und fehlende Menschenrechtsstandards. Während das IOC regelmäßig Milliardengewinne einstreicht, bleiben die austragenden Städte auf großen Ausgaben und Schuldenbergen sitzen.

Deshalb: Stimmen Sie bis zum 31. Mai ab und sagen Sie: „Nein“ zu Olympia – für Hamburg!

Heike Sudmann, 64, ist Co-Fraktionsvorsitzende Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft und Fachsprecherin für Wohnen, Miete und Verkehr.


Pro Olympia

Rando Aust: »Hamburg ist olympiareif!«

Warum Rando Aust, Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung, in der Olympia-Bewerbung einen Gesellschaftsbooster sieht und ein Sommermärchen vorhersagt.

Rando Aust
Rando Aust von der Hamburger Olympia-Initiative: „Rund 100 Sportstätten von Vereinen und Schulen würden modernisiert – endlich Schluss mit defekten Duschen und müffelnden Umkleiden.“

Für Hamburg ist es die letzte Chance auf Olympische und Paralympische Spiele. Die müssen wir nutzen und mutig Hamburgs Zukunft gestalten, statt den Status quo zu verwalten – gerade auch für die junge Generation, die die Spiele mehrheitlich will. Was eint Generationen und Kulturen schließlich mehr als Olympia – gerade jetzt?

Hamburg statt München

Zu Recht kritisieren wir, wenn Sportevents an autoritäre Staaten gehen. Dann brauchen wir aber alternative Bewerber, die neue Maßstäbe setzen – nachhaltig und kostenbewusst. Hamburg präsentiert sich als solche Alternative. Wer anderer Meinung ist, sollte sich so ehrlich machen und von der olympischen Idee verabschieden. Das wäre aber ein großer Fehler.

Jede Stadt, die schon mal die Spiele ausgerichtet hat, möchte das wieder – nicht aus Masochismus, sondern weil sie davon gewaltig profitiert hat. Neben Hamburg wollen daher auch Berlin, München und die Rhein/Ruhr-Region Olympia. Zwei Drittel der Menschen in München und an Rhein und Ruhr haben sich bereits dafür ausgesprochen. Damit wird sich der DOSB auf jeden Fall mit einer deutschen Stadt bewerben und wahrscheinlich auch den Zuschlag für 2036, 2040 oder 2044 erhalten.

Wir brauchen aber keine Oktoberfestspiele, bei denen sich alles um Bayern dreht und Hamburgs Steuergelder schon wieder in bayerische Infrastruktur fließen. Jede NEIN-Stimme beim Referendum wäre eine JA-Stimme für Hamburgs Konkurrenz. Wir brauchen Spiele, mit denen wir uns als weltoffenes Land präsentieren. Wer kann das besser als Hamburg? 50 Jahre nach der Wiedervereinigung wären es die „Spiele der Einheit“: Die Wettkämpfe würden über Hamburg hinaus im ganzen Norden und fast gesamten Osten stattfinden. Und natürlich würde Hamburg maßgeblich profitieren.

Fünf Schulsportstunden sollen verbindlich werden, um Bewegung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie für den Sport zu begeistern. Rund 100 Sportstätten von Vereinen und Schulen würden modernisiert – endlich Schluss mit defekten Duschen und müffelnden Umkleiden. Junge Menschen würden den Vereinen die Türen einrennen. Wenn wir zuletzt oft das Abschneiden unserer Olympioniken kritisiert haben, wird sich das mit einem funktionierenden Breitensport als Basis für erfolgreichen Spitzensport ändern. Das haben alle Nationen gezeigt, die Spiele ausgerichtet haben.

Hamburgs Breitensport wird Olympiasieger

Der Olympia-Booster würde weit über den Sport hinaus zünden: Hamburg würde zur barriereärmsten Stadt Deutschlands. Neben Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen würden auch für Senioren und Eltern mit kleinen Kindern der Alltag und gesellschaftliche Teilhabe einfacher: Bordsteine werden abgesenkt, der Zugang zu Bahnen und Bussen erleichtert, inklusive Angebote ausgebaut. Braucht es dafür Olympia? Ja, denn erst ein so großes Ziel setzt solche Ressourcen frei. Wer will dagegen sein?

Das Hamburger Olympia-Konzept setzt neue Maßstäbe in Nachhaltigkeit: 76 Prozent der Sportstätten bestehen bereits, 24 Prozent werden temporär errichtet und ihre Bauten anschließend nachgenutzt, keine einzige wird für die Spiele neu gebaut. 85 Prozent der Sportstätten liegen in einem Radius von sieben Kilometern, 96 Prozent sind maximal 15 Gehminuten von einer ÖPNV-Station entfernt. Es wären die Spiele der kurzen Wege und Olympia ein Festival der Vielfalt mitten in unserer schönen Stadt: Die Innenstadt wird zur Bühne, unsere Wahrzeichen werden zur Kulisse. Eine Million Hamburger würden in den Genuss günstiger Tickets kommen, Ehrenamtliche und Geringverdiener kriegen sogar kostenlose Tickets. Darüber dürfen sich auch die Olympia-Gegner von AfD und Linken freuen.

Nachhaltigste Spiele ever – eine Million günstige Tickets für Hamburger

Selbst das olympische Dorf wird nicht neu gebaut, sondern zieht in die ohnehin geplante Science City in Bahrenfeld mit Wohnungen für 9.000 Menschen – 56 Prozent sozial gefördert. 84 Prozent der Athleten werden hier während der Spiele wohnen. Der Volkspark wird an die bereits im Bau befindliche und dann fertiggestellte U5 angebunden sein, auch die S6 ist dann fertig, und der bis dahin erweiterte Hauptbahnhof wird endlich dem großen Andrang Reisender gerecht. Das ärgerliche Verkehrs- und Baustellenchaos wäre beendet. Olympia steht den ambitionierten Zielen des Hamburger Klimaentscheids nicht entgegen – im Gegenteil: Olympia kann deren Umsetzung deutlich beschleunigen.

Muss man bei so viel Mehrwert noch über die Kosten reden? Es lohnt sich, denn für ein überschaubares Eigenkapital bekäme Hamburg sehr viel: Die Investitionen liegen bei rund 1,3 Milliarden Euro, 2015 waren es rund sechs Milliarden. Die Kosten für die Durchführung der Spiele liegen aktuell bei rund 4,8 Milliarden Euro und werden durch Einnahmen unter anderem aus IOC-Beiträgen, Ticketing und Sponsoring getragen. Nach aktuellen Berechnungen ergäbe sich sogar ein Überschuss von rund 100 Millionen Euro, der zusätzlich dem Hamburger Breitensport zugutekommen soll. Die Kosten wurden von unabhängigen Prüfern gecheckt.

Investitionen zahlen sich aus

Das neue Olympiastadion ist nicht im Budget enthalten, weil es auch ohne Olympia gebaut wird. Wie schön, wenn zukünftig deutlich mehr Fans die Spiele des HSV sehen können – in einem reinen Fußballstadion, in dem zudem viele Großkonzerte stattfinden und damit auch Kulturfans auf ihre Kosten kommen. Und auch an den heute noch nicht seriös zu beziffernden Sicherheitskosten würde Hamburg nicht zugrunde gehen. Vielmehr wäre es grob fahrlässig, wenn Hamburg sich nicht bewerben würde, zumal die Bundesregierung anders als 2015 bereits eine Kostenbeteiligung garantiert hat. Diese Bundesmittel sollte sich Hamburg nicht entgehen lassen. Zudem würde Hamburgs Wirtschaft profitieren: Ein Großteil der Aufträge geht an lokale Unternehmen, neue Arbeitsplätze entstehen, und zusätzliche Wertschöpfung wird generiert.

Das Konzept zeigt: Hamburg ist olympiareif! Jetzt ist es an uns Wählern, Hamburg mit unserer JA-Stimme zum deutschen Kandidaten für Olympische und Paralympische Spiele zu machen. Eröffnen wir Hamburg diese Chance und schreiben ein neues Sommermärchen – für uns und zukünftige Generationen. Rando Aust

Rando Aust, 54, ist Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung und Mitglied der Hamburger Olympia-Initiative.


Contra Olympia

Eckart Maudrich: »Olympia ist nicht für die Mehrheit!«

Warum für Eckart Maudrich, Mitgestalter der NOlympia-Initiative, Hamburg etwas Besseres verdient hat als schwer zu kalkulierende Kosten für knapp drei Wochen Brot und Spiele.

Eckart Maudrich
Eckart Maudrich von der NOlympia-Initiative: „Wir müssen uns nicht von einem korrupten Schweizer Privatverein namens IOC in Lausanne abhängig machen, dessen Interesse die milliardenschwere Vermarktung seiner TV-Bilder und nicht die Lebensqualität und der Zusammenhalt in Hamburg ist.“

Vom 22. April bis 31. Mai entscheidet Hamburg: Olympiabewerbung ab 2036 – ja oder nein? NOlympia-­Hamburg ist ein breites Bündnis von Menschen aus Hamburg, die wissen, dass ihre Stadt die schönste ist. Wir wissen auch, dass unsere Stadt im Sport und an anderen Stellen Macken hat und vieles besser machen sollte. Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder sollten in der Nachbarschaft barrierefrei zugänglich und in einem guten Zustand sein. Vor allem dort, wo die Gemeinschaft nicht mehr erlebt wird. Kaputte Sanitäranlagen am Sportplatz oder die kalte Turnhalle im Winter sind leider die Realität.

Es wird teurer als behauptet, und Hamburg zahlt drauf

Nachweislich fördern diese Investitionen in Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder die Bewegung und den Zusammenhalt nachhaltig. Erwiesenermaßen wirken jedoch Investitionen in die Olympischen und Paralympischen Spiele demgegenüber nur wenige Wochen euphorisierend. Sie mobilisieren am schlechtesten für den Sport, hinterlassen dafür aber riesige Schulden, die zu Kürzungen beispielsweise bei Sport, Bildung, Sozialem, Wohnungsbau und Kultur führen.

Um das Richtige zu tun, müssen wir uns nicht von einem korrupten Schweizer Privatverein namens IOC, dem Internationalen Olympischen Komitee in Lausanne, abhängig machen, dessen Interesse die milliardenschwere Vermarktung seiner TV-Bilder und nicht die Lebensqualität und der Zusammenhalt in Hamburg ist. Die IOC-Ansprüche und -Regeln fordern von uns Milliardeninvestments, damit er eine Milliarde Gewinn gewerbesteuerfrei abschöpfen kann. Im Durchschnitt der letzten 60 Jahre lagen Olympiakosten mehr als doppelt so hoch wie vorher behauptet. Wer die löchrige Finanzplanung des Senats liest, weiß: Auch Hamburg wird teurer als behauptet. Der Senat behauptet sogar, mit Olympia 2036, 2040 oder 2044 Gewinn machen zu können – aber viele besonders teure Leistungen und Bauprojekte sind gar nicht Teil der Rechnung. Paris kosteten die 75.000 Sicherheitskräfte rund 1,7 Milliarden Euro. Für Hamburg werden dafür null Euro angesetzt.

Hamburg müsste ein Olympiastadion bereitstellen. Das Vorbild, das Stadion Santiago Bernabéu in Madrid, kostete 1,4 Milliarden Euro. Da es keinen Investor gibt, Hamburg aber gegenüber dem IOC eine rechtliche Verpflichtung hätte, würden am Ende dort wie beim Elbtower Steuergelder reingehen. Hamburg berechnet dafür in seiner Olympia-Kalkulation ebenfalls null Euro. Dasselbe gilt für die neue Mehrzweck-Arena Elbdome in Rothenburgsort.

Nicht für die Mehrheit

Der Vorstandsvorsitzende des DOSB, des ­Deutschen Olympischen Sportbundes, Otto Fricke, betont: Aufgrund der Weltlage müsse Hamburg auch 2036 bereit sein, die Spiele ausrichten zu können. Die für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg maßgeblichen Schienenanschlüsse der U5 (Bahnhof Arenen) und S6 (Bahnhof Bahrenfeld) und alle weiteren Mobilitätsplanungen sind aber auf 2040 ausgerichtet. Die Science City Hamburg Bahrenfeld als olympisches Dorf ist auf 2040 ausgerichtet. Um 2036 möglich machen zu können, wären Kostenexplosionen vorprogrammiert. Dass der sogenannte Hamburg-Takt – alle fünf Minuten ein ÖPNV-Angebot durch U-/S-Bahnen und On-Demand-Angebote – gerade gescheitert ist und der Ausbau der S4 mit 1,8 Milliarden Euro doppelt so teuer ist und zwei Jahre später als geplant bereitgestellt wurde, veranschaulicht die Risiken der Verkehrsplanung. Die Spiele werden viel teurer. Wir müssen mit rund vier bis fünf Milliarden Euro rechnen. Laut Finanzkonzept des Hamburger Senats steht noch nicht fest, wie das Geld zwischen Bund, Ländern, Städten und privaten Investoren aufgeteilt wird. Die Regeln des IOC definieren, dass die Austragenden dafür aufkommen.

In dem Mobilitätskonzept des Senats rechnet er vor, dass maximal jeder zehnte Hamburger ein Ticket für Arenen oder Messehalle lösen wird. Folgt man dem Vorbild Paris, dann wären es sogar nur vier von 100 Hamburgern. Für gut neun von zehn Hamburgern wird die Realität der Spiele sich auf der anlogen Mattscheibe abspielen – klein oder groß und eben nicht live. Das Zehntel der Hamburger, an das der Senat vor allem denkt, wird sichtbar, wenn man guckt, wo konkrete Investitionen geplant sind: Tennis am Rothenbaum, Reiten in Klein Flottbek, Schießen in Sasel und Golf auf Gut Kaden. Demgegenüber bleibt er vage bei den 167 Millionen Euro, die in Breitensportanlagen fließen sollen. Die Spiele sind eine Veranstaltung für die top zehn Prozent, die die anderen 90 Prozent bezahlen sollen.

Ein Weg nach vorn

Jeder, der Kinder und Freunde hat, weiß, dass es auf der Tribüne nichts Emotionaleres gibt, als ihnen zuzuschauen. Tränen müssen getrocknet, Freuden geteilt werden. Soll ich für eine Monatskarte und ein Paar Schuhe den Verein zugunsten eines leistungsstärkeren Klubs wechseln? Wie gehe ich mit denen um, die Teil des Teams sind, aber nicht so leistungsstark? Wer spielt? Tagtäglich wird hier im Sport im Kleinen verhandelt, was Gemeinschaft schafft und was nicht. Hier entstehen Erlebnisse und Freundschaften für das Leben.

Ein Event, alle vier Jahre, vor dem Fernseher oder vor dem Stadion, kann das unmöglich einlösen. Deshalb fordern wir in unserem offenen Brief an Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel auf www.­nolympia-hamburg.de, diese Investitionen ab 2027 zusätzlich aus den verfügbaren Mitteln des Sondervermögens als Investitionen in genau diese tagtäglich wichtigen Sportstätten wie Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder zu tätigen, damit der Impuls – unabhängig von IOC und DOSB – für die Mehrheit in Hamburg schon jetzt wirken kann. Gut 100 Hallenfelder könnten davon sofort saniert und acht neue Schwimmbäder sofort gebaut werden. Eine sichere und machbare Beschleunigung für Hamburger Sportstätten von neun bis 16 Jahren. NOlympia und ich sind für sinnvolle und maßvolle Investitionen: für uns, für Hamburg. Nein zur Olympiabewerbung!

Eckart Maudrich, 55, ist Mitgestalter der NOlympia-Initiative, ehemaliger Kaderathlet im Hochsprung und studierter Geograf mit dem Schwerpunkt nachhaltige Stadtplanung.


Wolfgang Timpe
Wolfgang Timpe
Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung
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