Krisenvorsorge

Warntag in Hamburg: Am Donnerstag heulen mehr als 200 Sirenen

Hamburg · · 2 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
Symbolbild Warntag in Hamburg
Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast: Beim bundesweiten Warntag testet Hamburg seine Warnsysteme.

Mehr als 200 Sirenen, Warnmeldungen auf dem Smartphone und Hinweise auf digitalen Tafeln: Hamburg beteiligt sich am Donnerstag, 10. September 2026, am bundesweiten Warntag. Der Probealarm beginnt bereits um 10.45 Uhr.

Wer morgen Warnmeldungen auf dem Handy bekommt und kurz darauf Sirenen hört, muss sich nicht erschrecken: Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der bundesweite Warntag statt. Auch Hamburg testet seine verschiedenen Warnsysteme – von Cell Broadcast und Warn-Apps bis zu mehr als 200 Sirenen im Stadtgebiet.

Los geht es in Hamburg bereits um 10.45 Uhr. Dann verschickt die Stadt eine Testmeldung über Warn-Apps und rund 1.700 digitale Stadtinformationsanlagen. Sie informiert zugleich über den Beginn der Sturmflutsaison. Um 11 Uhr folgt die bundesweite Probewarnung. Über das Modulare Warnsystem des Bundes wird sie unter anderem an Rundfunksender, Warn-Apps und den Mobilfunkdienst Cell Broadcast übermittelt. Gleichzeitig werden in Hamburg die Sirenen ausgelöst.

Was die Sirenensignale bedeuten

Zu hören ist für eine Minute ein auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall bedeutet dieses Signal: Es besteht eine Gefahr – weitere Informationen einholen. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung mit einem einminütigen Dauerton.

Hamburg hat sein Sirenennetz zuletzt deutlich ausgebaut. Zu den rund 120 Anlagen in sturmflutgefährdeten Gebieten kamen mehr als 80 weitere Standorte im Stadtgebiet hinzu. Die Sirenen sind so ausgelegt, dass sie auch bei einem länger andauernden Stromausfall mehrfach ausgelöst werden können. Nicht mehr zum Hamburger Warnmittelmix gehört dagegen das traditionelle Böllerschießen im Hafen. Darauf verzichtet die Stadt künftig und setzt stattdessen auf Sirenen und digitale Warnkanäle.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Warn-App NINA. Rund 300.000 Menschen in Hamburg haben die App nach Angaben der Stadt bereits installiert. Sie übermittelt behördliche Warnungen und Informationen zu Gefahrenlagen. Hinzu kommt Cell Broadcast, über das Warnnachrichten ohne zusätzliche App direkt an geeignete Mobiltelefone geschickt werden können.

Neue Informationen zur Krisenvorsorge

Der Warntag soll allerdings nicht nur zeigen, ob die Technik funktioniert. Er soll auch daran erinnern, sich auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Hamburg hat dazu einen neuen Internetauftritt zur Krisenvorsorge gestartet. Dort finden sich unter anderem Checklisten für Lebensmittel- und Wasservorräte, Hausapotheke und Notfallrucksack.

Empfohlen werden beispielsweise ein Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln, ausreichend persönliche Medikamente, etwas Bargeld sowie ein batteriebetriebenes Radio. Für den Fall einer kurzfristigen Evakuierung sollte außerdem ein fertig gepackter Notfallrucksack bereitstehen.

Für den Ernstfall vorsorgen

Hamburg bündelt auf einer neuen Internetseite Informationen zum Bevölkerungsschutz und zur persönlichen Krisenvorsorge. Dort geht es unter anderem um das Verhalten bei Stromausfällen, Hochwasser oder anderen Gefahrenlagen. Checklisten helfen dabei, Vorräte, Hausapotheke, wichtige Dokumente und einen Notfallrucksack zusammenzustellen. Empfohlen wird, sich möglichst zehn Tage, mindestens aber drei Tage selbst versorgen zu können.

Checklisten und Informationen zur Krisenvorsorge

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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