125 Jahre Bäcker Körner: Zwei Familienbetriebe feiern ihre gemeinsame Geschichte
Seit 1901 gehört der Name Körner zum Bäckerhandwerk im Hamburger Westen. 125 Jahre später feierten die beiden daraus entstandenen Familienbetriebe ihr gemeinsames Jubiläum – mit vielen Gästen, alten Erinnerungen und einer besonderen Auszeichnung.
Eine kleine Backstube an der damaligen Wedeler Chaussee, der heutigen Blankeneser Landstraße, war 1901 der Ausgangspunkt. Heinrich Martin Körner gründete dort seine Bäckerei – und legte damit den Grundstein für eine Familiengeschichte, die inzwischen fünf Generationen umfasst und bis nach Finkenwerder reicht.
Heute führt Sabine Körner-Fledel den Blankeneser Betrieb. Seit 25 Jahren steht sie an dessen Spitze. Ihr Cousin Jan-Henning Körner leitet „Ihr Finkenwerder Bäcker“, der auf denselben Familienzweig zurückgeht. Sein Vater Martin Körner zog 1959 auf die andere Seite der Elbe und übernahm dort eine Bäckerei.
Aus den gemeinsamen Wurzeln sind so zwei eigenständige Familienbetriebe entstanden. Zusammen kommen sie heute auf zehn Verkaufsstellen und rund 60 Mitarbeiter. Sieben Bäckermeister und -meisterinnen hat die Familie Körner in ihrer inzwischen 125-jährigen Geschichte hervorgebracht.
Urkunden zum 125-jährigen Bestehen
Am Donnerstag, 17. September 2026, rückte beim Jubiläum zunächst wieder das Blankeneser Stammhaus in den Mittelpunkt. Zahlreiche Gäste kamen an die Blankeneser Landstraße, gratulierten, trugen sich ins Gästebuch ein und stießen mit Sabine Körner-Fledel und Jan-Henning Körner auf das Jubiläum an. Dazu gab es, passend zur Familiengeschichte, reichlich Butterkuchen.
Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, überreichte den beiden Bäckereien die Urkunden zum 125-jährigen Bestehen. Anschließend ließ er sich von den Jubilaren die historischen Dokumente und die Ahnenreihe der Bäckerfamilie zeigen.
Dass das Handwerk in der Familie weitergegeben wird, zieht sich durch die gesamte Geschichte des Betriebs. Nach Heinrich Martin Körner folgten mehrere Generationen in Backstube und Geschäftsführung. Dabei blieb das Unternehmen nicht unverändert: Filialen kamen hinzu, Produktionsweisen entwickelten sich weiter und aus einem Betrieb wurden schließlich zwei. Die Verbindung innerhalb der Familie blieb bestehen.
Vom Stammhaus ins Gemeindehaus
Am Abend wurde im Blankeneser Gemeindehaus weitergefeiert. Zum Programm gehörten Ansprachen ebenso wie ein Auftritt der Finkenwerder Liedertafel. Vor der Kirche zeigte die Blankeneser Trachtengruppe ihre traditionellen Trachten – mittendrin Sabine Körner-Fledel im roten Kleid.
Auch kulinarisch blieb der Abend beim Thema: Butterkuchen und Franzbrötchen begleiteten die Feier. Damit endete ein Jubiläumstag, der nicht nur auf 125 Jahre Bäckereigeschichte zurückblickte, sondern zugleich die Verbindung zwischen den beiden Familienbetrieben diesseits und jenseits der Elbe sichtbar machte.