Michel Abdollahi: „Wir müssen wütend sein!“
Deutschland, sagt Michel Abdollahi, habe sich daran gewöhnt, Probleme zu verwalten, statt sie zu lösen. Der Journalist und Moderator kritisiert Politik, Medien und gesellschaftliche Debatten – und warnt vor einer Entwicklung, die besonders junge Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte enttäuscht. Aufgeben will er trotzdem nicht.
Herr Abdollahi, ich habe versucht, zu erfassen, was Sie alles machen – und das ist mir nicht gelungen. Es ist einfach zu viel. In welchen Formaten fühlen Sie sich im Moment am wohlsten?
Michel Abdollahi Das kann ich gar nicht so beantworten. Das sagen mir immer viele: „Du machst so viel.“ Ich empfinde das gar nicht so, weil eigentlich alle Menschen aus der Öffentlichkeit, die ich kenne, inzwischen relativ ähnlich arbeiten. Früher hatte man einen Beruf. Man war Fernsehmoderator, Journalist oder Künstler, hat eine Sendung moderiert oder ein Magazin gemacht. Heute kann man sich das als Mensch in der Öffentlichkeit eigentlich gar nicht mehr leisten. Wir sind alle dazu angehalten, uns mit viel mehr Themen auseinanderzusetzen: mit dem Zustand der Demokratie, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, Social Media, der Zukunft oder künstlicher Intelligenz. Irgendwann verschmilzt das alles miteinander.
In Ihren Büchern kritisieren Sie die Entwicklung der Medien und der gesellschaftlichen Debatten sehr deutlich. Hat sich daran inzwischen etwas verändert?
Nein. Überhaupt nicht. Gar nicht. Wenn wir uns die Stimmung in Deutschland anschauen, dann verändert sich im Grunde nichts. Offenbar möchte man das hier so. Vielleicht gehört das einfach zur deutschen Mentalität. Man muss das zur Kenntnis nehmen. Man muss damit nicht leben – man kann Deutschland auch verlassen.
Aber schauen Sie sich an, wie Debatten im Bundestag geführt werden. Schauen Sie sich an, wie sich der Bundeskanzler in den vergangenen Tagen geäußert hat. Er wurde gefragt, was in seiner Regierung nicht gut läuft. Er hat zehn Minuten nachgedacht und gesagt, ihm falle nichts ein. Ich glaube, jedem anderen Menschen in diesem Land würden zehn Minuten lang Dinge einfallen, die schlecht laufen. Auch die Medien wissen längst, welche Fehler sie gemacht haben. Aber sie möchten daran offenbar nichts verändern. Eine richtige Antwort darauf, wie wir wieder zu einer mutigen, zukunftsorientierten und weniger ängstlichen Gesellschaft werden könnten, gibt es eigentlich. Sie wird nur nicht umgesetzt. Deshalb sehe ich überhaupt nicht, dass man sich in Deutschland verändern möchte. Ich glaube, genau das ist das Problem: Deutschland findet Deutschland gut, so wie es ist.
„Genau das ist das Problem: Deutschland findet Deutschland gut, so wie es ist.“
Hat sich denn überhaupt etwas zum Positiven entwickelt?
Nein. Das hat es nicht. Aber dafür muss es ja Gründe geben. Die politischen Ränder werden immer stärker. Und mit „stärker“ meine ich nicht ein oder zwei Prozentpunkte. In Sachsen-Anhalt steht die AfD inzwischen vor einer absoluten Mehrheit. Das zeigt doch, dass auf der anderen Seite offenbar sehr vieles nicht funktioniert. Warum sollten Menschen sich sonst anders entscheiden? Wir erleben eine insgesamt pessimistische Grundstimmung. Irgendwie scheint das zum Deutschen zu gehören. Und genau diese Stimmung sehen wir jetzt auch in der Bundesregierung wieder.
Sie klingen heute deutlich ernüchterter als noch vor einigen Jahren.
Absolut. Wir entfernen uns immer weiter davon, Antworten auf die wirklich großen Fragen zu finden. Und dabei reden wir noch nicht einmal nur über die Probleme innerhalb Deutschlands. Da kommen die weltweite Digitalisierung und die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz dazu. Auf all diese Zukunftsfragen haben wir keine Antworten. Wir haben keine Antworten für junge Menschen. Wir beschäftigen uns als Gesellschaft viel zu wenig damit. Es gibt kaum Orte, an denen diese Debatten überhaupt geführt werden können. Gleichzeitig wird alles immer stärker verkürzt. Für tiefere Diskussionen bleibt kaum noch Raum. Ich sehe in unserer Öffentlichkeit auch kaum noch Vordenker. Vieles kommt inzwischen aus dem Ausland. Bei uns passiert das kaum noch. Und das wird sich rächen.
Deutschland erlebt gerade so viele Auswanderer wie wahrscheinlich noch nie. Früher gingen vor allem ältere Menschen ins Ausland, weil sie mit ihrer Rente woanders besser leben konnten. Heute gehen zunehmend junge Leute unter 30. Sie sagen: „Ich sehe hier keine Perspektive mehr.“
Andere Länder scheinen bei vielen Entwicklungen weiter zu sein. Was machen sie aus Ihrer Sicht besser?
Wenn man sich andere Länder anschaut, zum Beispiel Spanien, dann sieht man interessante Entwicklungen. Spanien galt lange als eines der wirtschaftlich schwächeren Länder Europas. Heute überholt es Deutschland in vielen Bereichen. Das Land digitalisiert sich konsequent, modernisiert sein Bankensystem und schafft Perspektiven für junge Menschen. Vor einiger Zeit hat die spanische Regierung beschlossen, Hunderttausenden Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus eine dauerhafte Perspektive zu geben. Nicht aus Idealismus, sondern weil die Wirtschaft gesagt hat: Wir brauchen diese Menschen. Sie arbeiten längst dort, sie tragen zum Land bei und deshalb bekommen sie auch die rechtliche Sicherheit. Deutschland diskutiert seit Jahren über Renten, Krankenkassen oder Bürokratie. Am Ende entstehen minimale Veränderungen, aber keine wirklichen Reformen. Ich habe manchmal den Eindruck, Deutschland möchte sich von diesem bürokratischen Denken gar nicht lösen. Man hat sich daran gewöhnt. Und genau das wird uns mittelfristig sehr weit zurückwerfen.
Sie sagen inzwischen selbst, dass Sie sich nicht mehr wirklich als Deutscher fühlen. Warum hat sich das verändert?
Und damit bin ich nicht allein. Sehr viele Menschen mit Migrationsgeschichte haben in den vergangenen Jahren irgendwann festgestellt, dass man sie eigentlich gar nicht hier haben möchte Wenn in Sachsen-Anhalt vierzig Prozent eine Partei wählen, die Menschen wie mich ablehnt, dann höre ich sehr genau hin. Bundesweit liegt die AfD inzwischen bei ungefähr dreißig Prozent. Das bedeutet: Jeder Dritte wählt eine rechtsradikale Partei – aus welchen Motiven auch immer. Natürlich macht das etwas mit einem. Hinzu kommt, dass auch aus der Politik ständig Signale kommen, die einem das Gefühl geben, nicht wirklich dazuzugehören. Immer wieder werden Debatten über Ausländer geführt. Immer wieder wird infrage gestellt, wer eigentlich zu Deutschland gehört. Dass wir uns bis heute so schwer damit tun, gesellschaftliche Vielfalt als Normalität zu begreifen, hat irgendwann dazu geführt, dass ich gesagt habe: Dann eben nicht. Dann habe ich eben einen deutschen Pass. Mehr aber auch nicht.
Es klang vor ein paar Jahren so, als würden viele Menschen auf einen politischen Aufbruch hoffen. Was ist davon geblieben?
Ja. Das war tatsächlich ein entscheidender Punkt. Es gab Hoffnung. Und diese Hoffnung ist inzwischen weitgehend verschwunden. Ich fand die Ampelregierung durchaus interessant. Sie hat sicher nicht alles geschafft, aber ich hatte zumindest das Gefühl, dass dort drei sehr unterschiedliche Parteien versucht haben, gemeinsam etwas auf den Weg zu bringen. Das hat am Ende nicht funktioniert. Jetzt haben wir wieder eine Regierung, bei der ich oft den Eindruck habe, dass sie mit der modernen Welt wenig anfangen kann. Man hatte Hoffnung auf Reformen. Aber wenn über längere Zeit nichts passiert, spüren die Menschen das sehr genau. Sie merken, ob sich ein Land entwickelt oder ob es stehen bleibt. Im Moment haben viele eher das Gefühl, dass wir Rückschritte machen.
Reden statt polarisieren
Ihr Ansatz ist Zuhören. Gibt es Grenzen?
Na ja, man kann den Leuten widersprechen, wenn sie anfangen, wirklich Blödsinn zu erzählen oder wenn es rassistisch und menschenverachtend wird. Dann kann man nachfragen und mit ihnen darüber sprechen. Uns bleibt gar nicht viel anderes übrig. Politik bedeutet doch, zuzuhören, in einen Dialog zu gehen und am Ende einen Kompromiss zu finden. Man muss versuchen, möglichst viele Menschen mitzunehmen. Dass am Ende alle glücklich sind, funktioniert natürlich nicht. Ich mache das genauso. Ich gehe zu den Leuten und höre ihnen zu. Wenn ich merke, dass etwas in eine Richtung geht, die ich nicht mittragen kann, dann widerspreche ich auch.
Unsere Debattenkultur hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten massiv verändert. Dann kam noch Corona dazu, dazu die neue Medienlandschaft mit immer kürzeren Texten. Heute steht über einem Artikel sogar, wie viele Minuten man zum Lesen braucht. Da denke ich manchmal: Das ist schon verrückt. Ich lese doch aus Interesse und nicht danach, wie lange es dauert. Aber die Menschen haben sich verändert. Mit dieser Veränderung müssen wir umgehen. Dafür braucht es Vordenker, neue Ideen und Menschen, die sie sichtbar machen. Genau das fehlt mir im Moment.
Sehen Sie sich selbst als Vordenker?
Ich versuche es zumindest. Ich bemühe mich darum, Debatten anzustoßen, zuzuhören, Probleme anzugehen und gemeinsam mit den Menschen nach Lösungen und Kompromissen zu suchen. Wenn ich anderen immer erzähle, wie wichtig das ist, dann muss ich das auch selbst leben. Was mir fehlt, ist diese Haltung dort, wo sie die größte Sichtbarkeit hätte: in den großen Talkshows, in weiten Teilen der Medienlandschaft und in der Politik. Dort wird das nicht vorgelebt. Im Gegenteil: Man muss heute polarisieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die ruhige, freundliche Debatte interessiert kaum noch jemanden.
Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie man mit der AfD umgehen sollte. Wird dieser Debatte aus Ihrer Sicht zu viel Raum gegeben?
Ich beantworte diese Frage eigentlich gar nicht mehr, weil sie mittlerweile unzählige Male gestellt wurde. Ob man mit der AfD redet oder nicht redet, spielt aus meiner Sicht überhaupt keine Rolle. Wir konzentrieren uns viel zu sehr auf diese Debatte, statt die eigentlichen Probleme unseres Landes zu lösen. Stattdessen suchen auch wir auf der anderen Seite nach Feindbildern und Schuldigen. Das ist einfacher, als Probleme tatsächlich zu lösen. Ein Problem ausführlich zu beschreiben, ist leicht. Wirklich schwierig ist es, einen Plan zu entwickeln und ihn anschließend auch umzusetzen. Wenn Hamburg zum Beispiel die Innenstadt begrünen möchte, diskutiert am Ende niemand darüber, was die AfD dazu sagt. Dann wird das umgesetzt. Die Menschen gehen anschließend durch die Stadt und sagen: „Das ist aber schön geworden.“ Genau das ist das Problem: Wir sind kein Land der Macher mehr. Früher wurde angepackt. Heute verwalten wir uns vor allem selbst – und selbst das funktioniert immer schlechter.
„Wir sind kein Land der Macher mehr“
Das war mein Eindruck bei der Olympia-Bewerbung.
Ja, das ist ein hervorragendes Beispiel. Anstatt einfach zu machen, haben wir wieder genau diesen Blödsinn veranstaltet. Regierung und Werbeagenturen glauben offenbar immer noch, dass die Menschen etwas automatisch gut finden, wenn eine prominente Person sagt: „Das ist eine tolle Sache.“ So hat Werbung vielleicht in den Achtzigern funktioniert. Heute funktioniert das nicht mehr. Die jungen Leute hatten Lust auf Olympia. Die wollten das. Und worüber diskutieren wir? Über Preise, Wohnungen und Nebeneffekte. Das überzeugt die Menschen doch nicht. Man hätte einfach sagen müssen: Wir wollen Olympia nach Hamburg holen. Wir finden das großartig. Wir wollen Olympiastadt sein. Wir wollen uns der Welt zeigen. Und dann entwickelt man gemeinsam einen Plan. Oder man sagt: Lasst uns der Welt zeigen, dass wir Olympische Spiele auch anders können. Stattdessen haben wir unsere Debatten wieder genauso geführt wie früher. Und genau das ist das Problem. Wir diskutieren 2026 immer noch so, als wäre es 1990. So wird in Deutschland auch regiert. Und genau deshalb funktioniert das alles nicht mehr.
Sie blicken trotzdem optimistisch auf die kommenden Jahre. Warum?
Ja, ganz sicher. Das wird sich wieder verändern. Es wird nicht für immer so bleiben, wie es heute ist. Wir müssen uns nur darauf einstellen, dass diese Phase noch eine Zeit lang andauern wird. Ich finde es sogar gar nicht schlecht, wenn man sich innerlich darauf einstellt und nicht jeden Morgen hofft, dass morgen plötzlich alles wieder gut ist. Es ist ein Prozess. Wir werden daraus auch etwas lernen. Wir dürfen realistisch sein. Aber wir dürfen uns unseren Lebensmut nicht nehmen lassen. Nicht unsere Energie. Nicht unsere Hoffnung. All das müssen wir bewahren.
Trotz allem: Hoffnung
Was hilft Ihnen persönlich dabei?
Wir leben immer noch in einer der stabilsten Demokratien der Welt. Wir leben in einem sicheren Land. Wir leben im Frieden. Im internationalen Vergleich geht es uns sehr gut. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln. Wir müssen Allianzen bilden. Wir müssen auf Menschen zugehen. Vielleicht auch einmal ein Zeitungsabo mehr abschließen. Journalismus und Demokratie kosten Geld. Vielleicht auch einmal eine Theaterkarte mehr kaufen. Vielleicht die Meinung anderer Menschen etwas besser aushalten, wenn man merkt, dass eine Diskussion gerade nichts mehr bringt und nur Kraft kostet.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten. Man kann sogar die Künstliche Intelligenz fragen: „Nenne mir 30 Dinge, die ich jeden Tag eine Minute lang tun kann, um die Demokratie zu stärken.“ Da kommen erstaunlich gute Ideen heraus. Wir müssen einfach kreativer werden. Ein Plakat aus dem Fenster zu hängen, auf dem steht „Hamburg bleibt bunt“, wird der AfD keinen einzigen Prozentpunkt nehmen. Das wird nicht passieren. Aber es gibt auch positive Beispiele. In Gelsenkirchen wurde ein AfD-Politiker Bürgermeister. Er musste sein Amt wieder aufgeben, weil er viele seiner Versprechen nicht umsetzen konnte. Das zeigt zumindest: Wenn Menschen Verantwortung übernehmen müssen, merkt man auch, ob sie tatsächlich regieren können.
Es gibt trotzdem noch viele Menschen, die sagen, die AfD sei gar nicht rechts oder wolle doch nur Veränderungen.
Ja, solche Menschen gibt es. Aber damit dürfen wir uns gar nicht zu lange aufhalten. Wenn jemand das nicht sehen will, dann bringt es auch nichts, ihm zum hundertsten Mal irgendwelche Zitate vorzulesen. Entscheidend ist doch vielmehr die Frage: Warum wählt jemand Extremisten? Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Das kann Einsamkeit sein. Unzufriedenheit. Wirtschaftliche Sorgen. Wut. Und genau diese Ursachen müssen wir angehen. Wir selbst sollten allerdings ebenfalls wütend sein. Wut ist eines der wenigen Gefühle, das Menschen wirklich in Bewegung bringt. Resignation, Traurigkeit oder Ohnmacht führen dagegen meistens dazu, dass Menschen gar nichts mehr tun.
Deshalb formuliere ich meine Kritik inzwischen viel deutlicher als früher. Ich möchte, dass Menschen darüber wütend werden. Denn Wut kann dazu führen, dass man aktiv wird. Und genau das brauchen wir gerade.
Wenn Sie auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicken: Worüber haben Sie persönlich Ihre Meinung am stärksten geändert – und worin sind Sie sich treu geblieben?
Wenn ich auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicke, dann hat sich leider bestätigt, was ich schon lange befürchtet habe: Deutschland entwickelt sich zunehmend zu einem Land, das unmoderner wird, mit der Zeit nicht mehr Schritt hält und gleichzeitig fremdenfeindlicher wird. Das zeigt sich am Erstarken der AfD, aber auch daran, dass die großen Reformen ausbleiben. Auf der anderen Seite hat sich aber auch etwas bestätigt. Ich kenne Deutschland eben als ein Land mit unzähligen Menschen, die nicht fremdenfeindlich sind. Menschen, die sehr genau wissen, was sie an unserer Demokratie haben und die nicht müde werden, sich dafür einzusetzen.
Es gab noch nie so viel zivilgesellschaftliches Engagement wie heute. Es gab noch nie so große Demonstrationen. Die Theater sind voller denn je. Die Frankfurter Buchmesse platzt wieder aus allen Nähten, weil – und das finde ich bemerkenswert – gerade auch junge Menschen wieder Bücher lesen. Das zeigt mir, dass das Leben immer ein Pendel ist. Ich darf mich deshalb nicht nur auf das Negative konzentrieren. Ich sehe eben auch, dass sich Dinge verändern.
Ich hoffe, dass sich diese positive Kraft, die ich in den vergangenen Jahren ebenfalls erlebt habe, am Ende durchsetzt. Dafür gebe ich persönlich alles, was ich kann. Natürlich bin ich manchmal müde. Aber dann rappelt man sich eben wieder auf. Wir beide führen dieses Interview ja gerade auch deshalb. Menschen werden das lesen und vielleicht denken: „Ich dachte, ich wäre mit meinen Gedanken allein. Bin ich aber gar nicht.“ Und genau das tut gut. Irgendwann kann ich hoffentlich wieder mehr Kunst und Kultur machen und weniger über Politik sprechen. Aber im Moment ist dafür einfach kein Platz. Jetzt muss ich das machen. Und dann mache ich das eben.
Vielen Dank für das Gespräch!