Schienenverkehr

Millimetergenau ans Ziel: Sternbrücke liegt an ihrem Platz

Mobilität & Verkehr · · 2 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
Sternbrücke
Millimeterarbeit in der Nacht: Spezielle Schwerlasttransporter brachten die rund 3.700 Tonnen schwere neue Sternbrücke über die Stresemannstraße an ihren endgültigen Standort

Ein wichtiger Meilenstein für den Bahnknoten Hamburg ist geschafft: Die neue Sternbrücke ist erfolgreich an ihren endgültigen Standort transportiert und eingehoben worden. Nun beginnen die Arbeiten an Gleisen und Oberleitungen.

Nach rund sieben Stunden Transport ist die neue Sternbrücke an ihrem Bestimmungsort angekommen. In der Nacht zum Freitag bewegten Schwerlasttransporter die rund 3.700 Tonnen schwere, 108 Meter lange und etwa 20 Meter hohe Eisenbahnbrücke rund 500 Meter bis über die Stresemannstraße. Gegen 7 Uhr wurde sie millimetergenau auf ihre Widerlager abgesenkt – beobachtet von Hunderten Schaulustigen.

Nächster Schritt: Gleise und Oberleitungen

Mit dem erfolgreichen Einhub beginnt nun die nächste Bauphase. In den kommenden Wochen werden Schienen, Schwellen, Schotter und Oberleitungen montiert. Erst danach können Fern-, Regional- und S-Bahnen die Verbindungsbahn zwischen Hauptbahnhof und Altona wieder regulär nutzen. Täglich verkehren dort rund 1.000 Züge.

„Ich freue mich sehr, dass der Einhub der neuen Sternbrücke so reibungslos gelungen ist“, sagt DB-Projektleiterin Janna Widmaier. Die große Aufmerksamkeit der Hamburgerinnen und Hamburger habe gezeigt, welche Bedeutung das Bauprojekt für die Stadt habe. Die neue Brücke sei „ein außergewöhnliches Bauwerk – umstritten, diskutiert und begrüßt“ und zugleich „ein Meilenstein für mehr Zuverlässigkeit unserer Schieneninfrastruktur“.

Weitere Bauarbeiten gebündelt

Die Sperrung der Verbindungsbahn nutzte die Deutsche Bahn gleichzeitig für weitere Arbeiten im Bahnknoten Hamburg. So wurden unter anderem Bauarbeiten für den neuen Bahnhof Altona sowie an den Eisenbahnbrücken Schanzenstraße und Holstenstraße durchgeführt. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung langfristig zu sichern und die Voraussetzungen für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona zu schaffen.

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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