Zum Auftakt der Hamburger Pride Week 2026 weht erstmals die Inter Inclusive Pride Flag am Rathaus. Mit der erweiterten Pride-Flagge setzt die Stadt ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und den Schutz queeren Lebens. Die Pride Week läuft bis zum 2. August und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst“.
Gemeinsam hissten Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal sowie die Co-Vorsitzenden von Hamburg Pride e. V., Jenny Saitzek und Christoph Kahrmann, die Flagge vor dem Rathaus. Seit 2007 wird dort während der Pride Week die Regenbogenflagge gehisst. Erstmals kommt nun die Inter Inclusive Pride Flag zum Einsatz, die die klassische Regenbogenflagge um Farben und Symbole für trans- und intergeschlechtliche Menschen, Black, Indigenous and People of Color (BIPoC) sowie Menschen mit HIV und AIDS erweitert.
„Die Flagge steht für eine noch breitere Vielfalt und macht den Zusammenhalt der queeren Community stärker“, sagte Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal. Gerade in einer Zeit zunehmender queerfeindlicher Angriffe und einer rauer werdenden gesellschaftlichen Debatte sende Hamburg damit eine klare Botschaft für Demokratie und Zusammenhalt.
Zeichen gegen Queerfeindlichkeit
Die Beflaggung soll nicht nur Sichtbarkeit schaffen, sondern auch auf die Herausforderungen aufmerksam machen, denen queere Menschen weiterhin ausgesetzt sind. Nach Angaben der Bürgerschaft wurden 2025 in Hamburg 166 Straftaten im Zusammenhang mit geschlechtsbezogener Diversität und sexueller Orientierung registriert – elf Prozent mehr als im Vorjahr.
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit betonte, gleiche Rechte seien keine Selbstverständlichkeit. Die erstmalige Beflaggung mit der Inter Inclusive Pride Flag gehe auf einen Vorschlag aus der Bürgerschaft zurück und unterstreiche den Anspruch Hamburgs, für Vielfalt und Weltoffenheit einzustehen.
Auch Hamburg Pride begrüßt die Entscheidung. Die Flagge am Rathaus sei ein wichtiges Zeichen dafür, dass queeres Leben sichtbar sei und die Stadt für Akzeptanz und Zusammenhalt stehe. Gleichzeitig machten die Organisatoren deutlich, dass die Pride Week nur ein Teil des Engagements sein könne – Gleichberechtigung und Sicherheit müssten das ganze Jahr über gewährleistet werden.
Die Hamburger Pride Week findet vom 25. Juli bis 2. August mit zahlreichen Veranstaltungen in der ganzen Stadt statt. Höhepunkte sind die CSD-Demonstration am 1. August sowie das Straßenfest rund um den Christopher Street Day vom 31. Juli bis 2. August.