Klimaanpassung

SoVD fordert mehr Hitzeschutz in Hamburgs dicht besiedelten Quartieren

Politik · · 2 Min. Lesezeit · von Anna-Lena Walter
Angesichts der zweiten Extremwetterlage fordert der Hamburger Sozialverband besseren Hitzeschutz für alle.

Die zunehmenden Hitzewellen stellen Hamburgs Stadtteile vor neue Herausforderungen. Die Hamburger SoVD-Landesvorständin Dr. Sally Peters fordert deshalb, den Hitzeschutz besonders in dicht besiedelten Wohnquartieren auszubauen – dort, wo viele Menschen mit weniger Ausweichmöglichkeiten leben.

Hamburger SoVD Landesvorständin Dr. Sally Peters

Angesichts der zweiten großen Hitzewelle dieses Sommers fordert die Hamburger SoVD Landesvorständin Dr. Sally Peters, mehr Wärmeschutz in die Quartiere zu bringen: „Vor allem dorthin, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. In den zentralen Wohnquartieren, liegen die Temperaturen bei extremen Sommerwetterlagen nachweislich höher als in den Randgebieten der Stadt. In Hamburg müssen zuerst diese Wohnviertel an die steigenden Temperaturen angepasst werden.“

Sich gut vor der steigenden Zahl von Tagen über 30 Grad zu schützen, habe für jeden Einzelnen auch mit den finanziellen Möglichkeiten zu tun: „Wer nur ein kleines Einkommen hat, kann sich das Wohnen im Grünen nicht leisten, sondern lebt oft mitten in der Stadt und in Wohnungen, die sich im Sommer sehr stark aufladen. Die wenigsten können sich dann eine Klimaanlage leisten“, so Peters.

Osdorfer Born als Beispiel für besseren Hitzeschutz

Sie fordert vom Senat, zuerst die Wohnquartiere schneller an den Klimawandel und steigende Temperaturen anzupassen: „Ein gutes Beispiel ist der Osdorfer Born. Dort zeigt sich, wie Hitzeschutz und eine höhere Aufenthaltsqualität gemeinsam gedacht werden können.“

Dort plant die Stadt im kommenden Jahr einen großen Umbau: Das Gelände des Bürgerhauses wird komplett entsiegelt, die Fassaden werden begrünt, es gibt mehr Begegnungsflächen und auch ein Wasserspiel wird gebaut: „Mehr von solchen großen Grünflächen müssen auch in Steilshoop, Mümmelmannsberg oder Billstedt entstehen.“

Für die SoVD Landesvorständin ist klar: „Die begonnenen Maßnahmen zum Hitzeschutz sollten jetzt konsequent ausgeweitet werden, insbesondere in dicht besiedelten Quartieren. Gleichzeitig bietet sich die Chance, Quartiere neu zu gestalten und sie langfristig lebenswerter und klimaresilienter zu machen. Dazu gehören weniger versiegelte Flächen, mehr Parks, mehr Fassadenbegrünung, eine angepasste Bauweise und vor allem mehr Trinkbrunnen für die ganze Stadt!“

Anna-Lena Walter
Anna-Lena Walter
Redakteurin Print / Online
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