Zukunftskonzept

Neue Leitung, neue Voliere, neue Pläne für den Klövensteen

Umwelt · · 2 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
Jonas Bayer und Lena Garbrecht
Jonas Bayer und Lena Garbrecht bilden künftig die neue Doppelspitze des Wildgeheges Klövensteen. Gemeinsam wollen sie die beliebte Einrichtung weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen.

Im Wildgehege Klövensteen tut sich einiges: Mit einer neuen Doppelspitze, einer modernen Uhu-Voliere und Veränderungen auf dem Gelände stellt das Bezirksamt Altona die beliebte Freizeiteinrichtung für die kommenden Jahre neu auf. Besucher sollen Natur künftig noch zeitgemäßer erleben können.

Künftig wird das Wildgehege von einer Doppelspitze geführt: Lena Garbrecht und Jonas Bayer übernehmen gemeinsam die Verantwortung für Betrieb und Weiterentwicklung.

Während Garbrecht das Wildgehege bereits aus ihrer bisherigen Tätigkeit kennt und vor allem ihre Erfahrungen in den Bereichen Forst- und Wildbiologie einbringt, soll Bayer mit seinem Hintergrund in Zoologie, Recht und Politik neue Impulse setzen. Gemeinsam wollen sie das Wildgehege als Ort für Naturerlebnis, Umweltbildung sowie Natur- und Artenschutz weiterentwickeln.

Zunächst stehen das Kennenlernen des Teams und die Umsetzung des von der Bezirksversammlung Altona beschlossenen Zukunftskonzepts im Mittelpunkt.

Neue Uhu-Voliere eröffnet

Neue Uhu-Voliere
Die neue, rund 600 Quadratmeter große Uhu-Voliere bietet den Tieren mehr Platz und den Besuchern barrierefreie Einblicke in das Leben der „Könige der Nacht“.

Ein sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist die neue Uhu-Voliere. Die rund 600 Quadratmeter große Anlage ersetzt die seit 2022 geschlossene Vorgängeranlage und bietet den Tieren deutlich mehr Platz sowie moderne Rückzugsmöglichkeiten.

Besucher können die Voliere künftig barrierefrei betreten und die größten heimischen Eulen aus nächster Nähe beobachten. Gleichzeitig sorgen naturnah gestaltete Bereiche dafür, dass sich die Tiere jederzeit zurückziehen können.

Der Neubau kostete rund 340.000 Euro und verbessert neben dem Tierwohl auch die Arbeitsbedingungen der Tierpfleger. Aktuell leben drei Uhus in der neuen Anlage. Perspektivisch soll das Gehege später flexibel auch für andere Tierarten genutzt werden.

Alter Spielplatz weicht neuer Planung

Gesperrter Spielplatz im Klövensteen
Der alte Spielplatz vor dem Wildgehege musste nach rund 20 Jahren aus Sicherheitsgründen zurückgebaut werden. Über die künftige Nutzung der Fläche wird noch entschieden.

Verändert hat sich auch der Eingangsbereich des Wildgeheges. Der rund 20 Jahre alte Spielplatz vor dem Gelände wurde nach zwei unabhängigen Sicherheitsprüfungen zurückgebaut. Tragende Holzelemente waren durch Feuchtigkeit und Pilzbefall so stark beschädigt, dass eine Sanierung nicht mehr möglich war.

Auf Spielmöglichkeiten müssen Familien dennoch nicht verzichten: Bereits im vergangenen Jahr entstand innerhalb des Wildgeheges ein rund 2.600 Quadratmeter großer Naturspielplatz, der unabhängig von den Öffnungszeiten genutzt werden kann. Wie die frei gewordene Fläche am ehemaligen Spielplatz künftig gestaltet wird, soll die neue Leitung gemeinsam mit den politischen Gremien entwickeln.

Naturerlebnis weiter stärken

Mit den aktuellen Maßnahmen verfolgt das Bezirksamt ein gemeinsames Ziel: Das Wildgehege Klövensteen soll auch künftig ein attraktiver Ort für Erholung, Umweltbildung sowie Natur- und Artenschutz bleiben. Neue Angebote für Besucher, moderne Tieranlagen und die personelle Neuaufstellung bilden dafür die Grundlage.

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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