Künstliche Intelligenz

Auf 1.000 Quadratmetern: Neues „House of AI“ zieht in die HafenCity

Wirtschaft · · 2 Min. Lesezeit · von Sophie Rhine
Workshop im House of AI
Im House of AI in der HafenCity sollen KI-Startups und etablierte Unternehmen zusammenkommen.

Arbeiten, entwickeln und Kontakte knüpfen: In der HafenCity entsteht mit dem „House of AI“ ein neuer Treffpunkt für Hamburgs KI-Szene. Auf rund 1.000 Quadratmetern sollen Startups mit etablierten Unternehmen zusammengebracht werden.

Hamburgs KI-Szene bekommt einen neuen Treffpunkt: In der Hongkongstraße 2–4 in der HafenCity hat das „House of AI“ seinen Standort. Auf rund 1.000 Quadratmetern sollen Gründerinnen und Gründer an KI-Produkten arbeiten, sich austauschen und Kontakte zu etablierten Unternehmen knüpfen. Nach Angaben der Betreiber gehören der Community bereits 45 Gründerinnen und Gründer aus 28 Startups an.

Gegründet wurde das House of AI 2026 von Gunnar Froh und Bojan Jukic, beide von Wunder Mobility, gemeinsam mit Geschäftsführer Vincent Klein. Vorbild ist ein gleichnamiges House of AI in San Francisco. Die Hamburger Initiative ist nach eigenen Angaben jedoch rechtlich und operativ unabhängig. „Die besten Impulse, Kooperationen und Ideen entstehen dort, wo Menschen im selben Raum zusammenkommen“, sagt Froh. Genau das wolle man in der HafenCity anstoßen.

Hamburgs Startup-Szene wächst

Das House of AI trifft auf eine Hamburger Startup-Szene, die zuletzt deutlich gewachsen ist. Nach Angaben des Startup-Verbands stieg die Zahl der Startup-Neugründungen in Hamburg im ersten Halbjahr 2026 um 83 Prozent. KI spielt bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Noch 2020 hatte die Handelskammer Hamburg bei KI-Startups und -Projekten einen deutlichen Rückstand gegenüber Standorten wie Berlin und München festgestellt. Seither sind verschiedene Programme und Netzwerke aus Wirtschaft und Wissenschaft hinzugekommen.

Das House of AI will diesen Austausch nun an einem festen Ort bündeln. Tagsüber stehen Arbeitsplätze für die beteiligten Teams zur Verfügung. Geplant sind außerdem mehrere Veranstaltungen pro Woche. Mit 3D-Druckern, Lasern und Drohnen sollen KI-Anwendungen auch praktisch erprobt werden können. Aufgenommen werden nach Angaben der Betreiber ausschließlich Teams, die an einem eigenen KI-Produkt arbeiten und den Standort regelmäßig nutzen.

Startups sollen auf etablierte Unternehmen treffen

Dabei soll es nicht bei einer reinen Startup-Community bleiben. Als erster sogenannter Founding Partner beteiligt sich die Hamburger Digitalberatung Etribes. Sie soll insbesondere Kontakte zwischen jungen KI-Unternehmen und Mittelstand sowie Großunternehmen herstellen. „Als erster Founding Partner des House of AI Hamburg bringen wir die KI-Startups mit bestehenden Unternehmen zusammen, um Innovationen aus dem House of AI in der Hamburger Wirtschaft zu verankern“, sagt Etribes-CEO Tobias Stamatis.

Geplant sind unter anderem gemeinsame Veranstaltungen für Transformationsverantwortliche Hamburger Unternehmen. Das erste gemeinsame Event von House of AI und Etribes findet am Mittwoch, 30. September 2026, in der Hongkongstraße statt.

Sophie Rhine
Sophie Rhine
Redakteurin Print / Online
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