2. Februar 2026
Nienstedten

Witthüs im Hirschpark erhalten

Das Reetdach des denkmalgeschützten Witthüs ist stark verwahrlost. Fraktionen fordern jetzt Instandsetzung.

Witthüs denkmalgerecht Erhalten

Bewuchs und andere witterungsbedingte Einwirkungen machen deutlich, dass das Witthüs dringend eine Instandsetzung benötigt.

Die Fraktionen von SPD, GRÜNEN und CDU in der Bezirksversammlung Altona setzen sich gemeinsam für den denkmalgerechten Erhalt des Witthüs im Nienstedtener Hirschpark ein. In der Bezirksversammlung wurde dazu ein gemeinsamer Antrag eingebracht, der auf eine zeitnahe Instandsetzung des stark beschädigten Reetdachs abzielt.

Das Witthüs ist Teil des historischen Gebäudeensembles im Hirschpark und steht unter Denkmalschutz. Derzeit wird das Gebäude als Café und Restaurant genutzt. Der Zustand des Reetdachs ist derzeit so beeinträchtigt, dass die Substanz des Gebäudes langfristig Schaden nehmen kann. Bewuchs und andere witterungsbedingte Einwirkungen machen deutlich, dass zeitnah gehandelt werden muss, um den Erhalt des Gebäudes zu sichern. Mit dem Antrag wird die Finanzbehörde aufgefordert, ihre nachgeordnete Sprinkenhof GmbH anzuweisen, die notwendigen Maßnahmen zur denkmalgerechten Sanierung des Reetdachs mit Priorität vorzubereiten und umzusetzen. Zudem soll die Bezirksversammlung zeitnah über den Stand der weiteren Planung und Ausschreibung informiert werden.

Dazu erklärt Oliver Schmidt, Co-Vorsitzender der SPD-Fraktion Altona: „Das Witthüs ist ein prägendes historisches Gebäude im Hirschpark. Denkmalgeschützter Bestand braucht rechtzeitige Pflege und klare Zuständigkeiten. Mit diesem Antrag sorgen wir dafür, dass notwendige Maßnahmen nicht weiter aufgeschoben werden und der Erhalt des Gebäudes langfristig gesichert wird.“

Dazu Benjamin Harders, Mitglied GRÜNE Fraktion Altona: „Hamburgs denkmalgeschützte Gebäude müssen gut und regelmäßig gepflegt werden. Für Herbst 2025 war die Dachsanierung vom Witthüs geplant, sie wurde jedoch kurzfristig verschoben. Aufgrund der Feuchtigkeit im Reet ist noch nicht klar, ob auch Teile der Lattung und Dämmung erneuert werden müssen.”

Dazu Sven Hielscher, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Altona: „Was im Denkmalschutz für private Eigentümer gilt, muss selbstverständlich auch für städtische Gesellschaften gelten. Da die Sprinkenhof nicht gerade dafür bekannt ist, Instandsetzungen zügig umzusetzen, müssen wir hier klar Feuer machen, damit notwendige Maßnahmen jetzt vorankommen und weitere Schäden verhindert werden.“

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