Kinder kommen heute früher mit Kaufanreizen in Kontakt als je zuvor – ob durch In-App-Käufe, Influencer-Werbung oder Marken-Trends. Zum Weltverbrauchertag am 15. März ruft die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz Hamburg Eltern dazu auf, ihre Kinder frühzeitig für einen bewussten Umgang mit Geld und Konsum zu sensibilisieren.
„Verbraucherbildung sollte schon im Kinderzimmer beginnen“, sagt Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina. Wer früh lerne, Werbung kritisch zu hinterfragen und Kaufentscheidungen bewusst zu treffen, sei besser auf die digitale Konsumwelt vorbereitet und könne Kostenfallen vermeiden.
Die Behörde empfiehlt Eltern unter anderem, Taschengeld als Lerninstrument zu nutzen. Kinder könnten so eigenständig Entscheidungen treffen, Preise vergleichen und Sparziele setzen. Auch das gemeinsame Entlarven von Werbung – etwa in sozialen Netzwerken oder bei Influencer-Videos – helfe dabei, Kaufanreize besser zu verstehen.
Darüber hinaus raten Verbraucherschützer, Kinder aktiv in Einkaufsentscheidungen im Supermarkt oder online einzubeziehen. Preisvergleiche, Testberichte oder Erfahrungsbewertungen könnten gemeinsam besprochen werden. So entstehe früh ein Gefühl für bewussten Konsum.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Nachhaltigkeit. Eltern sollten mit ihren Kindern über Umweltschutz, Reparieren und Weiterverwenden von Produkten sprechen. Ebenso hilfreich sei es, altersgerecht Verbraucherrechte wie Rückgaberecht oder Garantie zu erklären.
Ob Werbe-Detektiv, Spar-Challenge oder Einkaufs-Quiz: Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz gibt auf Ihrer Website weitere spielerische Tipps und stellt Mitmachideen vor.
Auch in der Phase zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Berufsstart ist einiges zu beachten. Verbrauchertipps für junge Leute haben die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und die Verbraucherzentrale Hamburg hier zusammengestellt.
Der Weltverbrauchertag wird seit 1983 von internationalen Verbraucherorganisationen genutzt, um auf Verbraucherrechte und Verbraucherschutz aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht besonders die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder und Jugendliche sicher in einer digital geprägten Konsumwelt aufwachsen können.