In einer Zeit, in der sich Medien rasant verändern und Inhalte oft global und anonym erscheinen, ist es etwas Besonderes geworden: ein Magazin, das seit über vier Jahrzehnten seinen festen Platz im Leben einer Region hat. Der KLÖNSCHNACK feiert in diesem Jahr seinen 43. Geburtstag – und das ist ein guter Moment, um in aller Bescheidenheit zumindest einmal kurz zurückzublicken.
Seit seiner Gründung hat sich der KLÖNSCHNACK als monatliches Stadtmagazin im Hamburger Westen etabliert und ist weit mehr als nur eine Nachrichtenquelle. Er folgt den Menschen und ihren Geschichten in Othmarschen, Flottbek, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf, Rissen, Wedel und darüber hinaus. Der Abonnent aus Südafrika und die Abonnentin aus den USA sind keine seltenen Erscheinungen.
Im Gegensatz zu vielen Gratis-Magazinen leistet sich der KLÖNSCHNACK bis heute eine Vollredaktion. Inhalte entstehen nicht auf heimischen Küchentischen, sondern mit einem professionellen Anspruch. Ein gemischtes Team aus jung und alt arbeitet daran die Vielfalt des Verbreitungsgebietes abzubilden. Dies keineswegs immer mit Einigkeit, sondern auch mit leidenschaftlichen Diskussionen.
Auch wenn der Klönschnack heute vielen als Institution erscheint – seine Existenz ist nicht selbstverständlich. Der Betrieb eines so komplexen Produkts war und ist eine journalistische und betriebswirtschaftliche Herausforderung, die allen Beteiligten viel abverlangt. Das Magazin war zunächst nur Beiprodukt eines Grafikateliers, wuchs dann zu einem starken lokalen Faktor, praktisch ohne Konkurrenz. Die Unabhängigkeit wurde unterbrochen durch den Verkauf an Funke Medien, die 2025 endete. Seitdem ist der Klönschnack wieder eigenständig; sind seine Macherinnen und Macher wieder selbst verantwortlich für Erfolg oder Misserfolg. Der Dank zum 43. Geburtstag gilt daher nicht nur ein Dank den Leserinnen und Lesern, die seit Jahren oder erst seit kurzem die Seiten aufmerksam verfolgen, sondern natürlich auch den Partnern aus der lokalen Wirtschaft und all den vielen Unterstützern in ganz Norddeutschland. Sie sorgen dafür, dass im KLÖNSCHNACK nicht nur berichtet wird, sondern dass dort auch die Geschichten des Hamburger Westens lebendig bleiben.