30. Mai 2026
Sport

Special Olympics: Mit der „Flamme der Hoffnung“ ins Saarland

Auf dem Hamburger Rathausmarkt hat Special Olympics Hamburg seine Athletinnen und Athleten zu den Nationalen Spielen verabschiedet. Der Fackellauf sollte nicht nur Vorfreude wecken, sondern auch ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Inklusion setzen.

Fackellauf Special Olympics

Levin Hennings und Leo Heckel starteten den Fackellauf auf dem Rathausmarkt. // Foto: Special Olympics Hamburg / Ulrich Schaarschmidt

Olympisches Flair mitten in Hamburg: Mit der „Flamme der Hoffnung“ hat Special Olympics Hamburg rund 70 Athletinnen und Athleten auf die Nationalen Spiele im Saarland eingestimmt. Auf dem Rathausmarkt absolvierten die Sportlerinnen und Sportler einen symbolischen Fackellauf, bevor sie Mitte Juni als Hamburger Delegation zum größten Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland reisen.

Vom 15. bis 20. Juni werden im Saarland mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten in über 20 Sportarten antreten. Die Hamburger Delegation ist in neun Sportarten vertreten und wird von mehr als 40 Trainerinnen, Trainern und Betreuenden begleitet.

Special Olympics setzt Zeichen für Inklusion

Für Katharina Pohle, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, war die Veranstaltung weit mehr als eine sportliche Verabschiedung. „Super cool, dass wir das hier auf dem Rathausmarkt machen können. Bei dem Wetter bleiben viele Leute stehen und gucken zu. Das bringt Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit – und das ist immer noch das Wichtigste“, sagte sie. In den vergangenen Jahren habe sich viel bewegt. „Wir wollen zeigen, dass jeder Sport machen kann und niemand am Rand stehen muss.“

Gruppenfoto vor dem rathaus
Sportsenator Andy Grote, Artem Harutyunyan, Levin Hennings (SOHH-Athletensprecher), Patrick Esume, Leo Heckel (SOHH-Athletensprecher), Torben Johannesen, Luis Benito Jörger und Maya Lindholm // Foto: Special Olympics Hamburg / Ulrich Schaarschmidt

Unterstützung erhielten die Athletinnen und Athleten dabei auch von prominenten Gästen. Neben Hamburgs Sportsenator Andy Grote waren unter anderem Football-Experte Patrick Esume sowie die Olympiamedaillengewinner Artem Harutyunyan und Torben Johannesen vor Ort. Auch die Hamburger Paralympics-Siegerin Maya Lindholm motivierte die Delegation für die bevorstehenden Wettbewerbe.

„Unsere Athletinnen und Athleten sind starke Botschafterinnen und Botschafter für ein inklusives, weltoffenes und sportliches Hamburg“, sagte Sportsenator Andy Grote. Diese Werte spiegelten auch die Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele wider.

„Jede Sportart ist wie eine kleine Familie“

Wie wichtig die Nationalen Spiele für die Teilnehmenden sind, zeigt der Blick auf Leo Heckel. Der Athletensprecher von Special Olympics Hamburg ist seit 2006 als Schwimmer aktiv und reist mit viel Erfahrung ins Saarland. „Ich habe 2006 mit dem Schwimmen angefangen. Inzwischen ist das fast schon Routine“, sagt er. Aufgeregt sei er diesmal kaum noch. „Ich freue mich einfach und hoffe natürlich, dass ich eine Medaille hole.“

Mindestens genauso wichtig wie die sportlichen Ergebnisse ist für Heckel jedoch das Miteinander. Viele Athletinnen und Athleten seien seit Jahren Teil der Hamburger Delegation, gleichzeitig kämen immer wieder neue Gesichter hinzu. „Jede Sportart ist wie eine kleine Familie“, sagt er.

Unterstützt wird die Hamburger Delegation in diesem Jahr maßgeblich von der Alexander-Otto-Stiftung. Für die Athletinnen und Athleten beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung. Der Fackellauf auf dem Rathausmarkt hat dabei bereits einen Vorgeschmack auf das gegeben, was sie im Saarland erwartet: Gemeinschaft, Begeisterung und die Chance, sich auf großer Bühne sportlich zu messen.

Auch interessant