23. März 2026
Wirtschaft

Haspa wächst trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Die Haspa hat im Geschäftsjahr 2025 ihr Ergebnis deutlich gesteigert und sieht sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Vogelsang

Sparkassen-Chef Dr. Harald Vogelsang stellte die Ergebnisse vor. (Foto: Haspa)

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat im Geschäftsjahr 2025 ihr Ergebnis deutlich gesteigert und sieht sich weiterhin auf Wachstumskurs. Wie das Institut mitteilte, erhöhte sich der Jahresüberschuss auf 150 Millionen Euro nach 125 Millionen Euro im Vorjahr. Hintergrund sei ein insgesamt solides Kundengeschäft in einem wirtschaftlich und politisch herausfordernden Umfeld.

Zu den wichtigsten Ertragsquellen zählt weiterhin das Zinsgeschäft. Der Zinsüberschuss stieg leicht auf rund 892 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig konnte die Haspa ihre Kundeneinlagen deutlich ausbauen: Sie erhöhten sich um knapp 800 Millionen Euro auf mehr als 41 Milliarden Euro.

Auch im Kreditgeschäft legte die Bank zu. Die Neuzusagen stiegen um rund eine Milliarde Euro auf insgesamt 6,3 Milliarden Euro. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Finanzierung von Investitionen in der Metropolregion Hamburg. Im Bereich der privaten Baufinanzierung deutet sich nach Angaben der Haspa eine Erholung an: Die Bewilligungen lagen um etwa 60 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zuwächse verzeichnete das Institut zudem im Wertpapiergeschäft. Die Zahl der Wertpapiersparpläne stieg auf rund 173.000, während sich der Gesamtbestand an Wertpapieren auf etwa 22 Milliarden Euro erhöhte. Parallel dazu blieb die Nachfrage nach Gold hoch: Der Umsatz im Edelmetallhandel legte um ein Drittel auf rund 165 Millionen Euro zu.

Im Privatkundengeschäft entwickelte sich insbesondere das Girokontomodell „HaspaJoker“ weiter positiv. Die Zahl dieser Konten wuchs um 42.000 auf insgesamt 813.000. Insgesamt betreut die Haspa mehr als eine Million Privatgirokonten.

Auf der Kostenseite gelang es der Bank, ihre Effizienz zu steigern. Die Erträge erhöhten sich um rund 84 Millionen Euro auf gut 1,4 Milliarden Euro, während der Aufwand um etwa 26 Millionen Euro sank. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg entsprechend deutlich auf rund 569 Millionen Euro. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 65,2 auf 59,5 Prozent.

Belastet wurde das Ergebnis durch gestiegene Risikovorsorgen im Kreditgeschäft. Vor dem Hintergrund zunehmender Unternehmensinsolvenzen erhöhte sich das Bewertungsergebnis auf rund 130 Millionen Euro.

Auch als Arbeitgeber baut die Haspa ihre Position weiter aus. 2025 stellte das Institut rund 200 neue Mitarbeitende sowie ebenso viele Auszubildende ein. Insgesamt sind derzeit rund 430 Auszubildende und dual Studierende beschäftigt. Auf Bewertungsplattformen wird die Bank von einem Großteil der Beschäftigten weiterempfohlen.

Für das laufende Jahr erwartet die Haspa ein weiterhin anspruchsvolles Umfeld, geht jedoch von einer leichten wirtschaftlichen Belebung aus. Die Bank rechnet für Deutschland mit einem Wachstum von rund einem Prozent. Strategisch setzt sie weiterhin auf die Verbindung von persönlicher Beratung in ihrem Filialnetz und dem Ausbau digitaler Angebote.

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