28. August 2025
Blankenese

Stromkasten-Drama geht in die nächste Runde

Endlich Strom am Martiniblock? Von wegen! Trotz neuer Installation herrscht weiter Spannung – nur nicht in den Leitungen. Was steckt dahinter?

Am Vormittag wurde das Pflaster am Martiniblock aufgerissen. Zum frühen Nachmittag waren die Arbeiten erledigt. - Stromkasten

Am Vormittag wurde das Pflaster am Martiniblock aufgerissen. Zum frühen Nachmittag waren die Arbeiten am Stromkasten und Bodenbelag erledigt.

Vor rund 20 Tagen hatte das lange Warten auf den Stromkasten am Martiniblock (Blankeneser Bahnhofstraße 29) ein Ende. Damit sollten auch die Sorgen um die Stromversorgung bei Veranstaltungen vorbei sein. Leider kam es anders. Als die Arbeiten beendet waren, stellte man fest, dass keine Elektrizität floss. Nun wagten die Verantwortlichen einen neuen Versuch.

Anfang August berichteten wir, dass ein wichtiges Kabel im Verteilerschrank nicht angeschlossen oder defekt sei. Daher konnte der Schrank keine Spannung liefern. Außerdem fehlte ein Zähler, der den Verbrauch misst – ohne ihn kann ebenfalls keine Energie abgenommen werden. Zu guter Letzt war der Schließzylinder nicht der richtige. Das heißt, keiner der vorhandenen Schlüssel konnte den neuen Energieverteiler öffnen. Der Verteilerschrank musste notdürftig geknackt werden.

Stromkasten ist nun korrekt angeschlossen, aber …

Oliver Diezmann, Vorsitzender der Blankenese Interessengemeinschaft (BIG), trat mit der dringenden Bitte an das Bezirksamt heran, den Stromkasten umgehend korrekt anzuschließen. Hintergrund für die Eile ist das Blankeneser Straßenfest am 6. September, das die BIG organisiert. Denn ohne einen funktionierenden Kabelverteilerschrank am Martiniblock müsste das Konzept in letzter Minute überdacht werden, so Diezmann. Der BIG-Vorsitzende erklärt, dass man die Laufwege zwischen Bühne und Foodtrucks verkürzen wollte. Die logische Wahl für die Gastrotrucks fiel daher auf das Areal um den Martiniblock. Klar war damit auch, woher die Energieversorgung für die Trucks kommen sollte: vom unrühmlichen Stromkasten an der Bahnhofstraße 29. Das Bezirksamt drängte nun ebenfalls auf eine schnelle Reparatur.

Ein neuer Versuch

Am 28. August rückte ein Reparaturtrupp an. Um den Kasten richtig anschließen zu können, musste der Pflasterboden rund um den Kasten aufgerissen werden. Das Problem wurde schnell gefunden und die defekten Anschlüsse repariert. Schon am frühen Nachmittag war auch der Pflasterboden wieder intakt. Ein großes „Aber“ blieb, wie Oliver Diezmann berichtet: „Zwar steht der Kasten nun gewissermaßen unter Strom, aber nach wie vor fehlt ein Stromzähler. Deshalb fließt auch immer noch keine Energie durch die Dosen für die Stromabnahme.“ Aktuell sieht es so aus, als ob es keinen Auftrag zur Installation des Stromzählers gebe. Das Bezirksamt versicherte Diezmann nun auf Nachfrage, dass man bis Dienstag eine Lösung hierfür finde. Ein passender Schlüssel hat sich immer noch nicht gefunden. Dafür wolle man aber rechtzeitig einen Schließzylinder einsetzen, zu dem es Schlüssel gebe.

Unterdessen erhielt BIG-Vorstand Oliver Diezmann auch positive Nachrichten. Am 28. August erteilte das Amt die noch fehlenden Genehmigungen für das Straßenfest und den Flohmarkt am darauffolgenden Sonntag. Die Arbeiten am Glasfasernetz in der Bahnhofstraße finden ebenfalls rechtzeitig zum Straßenfest ein Ende.

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