Die Busanbindung im Hamburger Westen steht erneut in der Kritik: Überfüllte Fahrzeuge, Verspätungen und lange Taktzeiten sorgen insbesondere in Osdorf für Unzufriedenheit. Die Fraktionen von Grünen, CDU und SPD in der Bezirksversammlung Altona wollen das ändern. Sie haben nun entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen.
Kern des gemeinsamen Antrags ist eine dichtere Taktung der Buslinie 115, die zwischen Teufelsbrück und Eidelstedt verkehrt. Künftig soll sie auf dem Abschnitt über Hochkamp, Alt-Osdorf, Klein Flottbek, Othmarschen und Altona häufiger als bislang alle 40 Minuten fahren. Zudem soll die Linie 21 insbesondere in den Morgenstunden verstärkt werden, da sie zu Schulbeginn regelmäßig überlastet ist.
Aus Sicht der Fraktionen ist die derzeitige Situation rund um die Busanbindung vor allem für Schülerinnen und Schüler problematisch. Überfüllte oder verspätete Busse führten dazu, dass Kinder ihren Unterricht nicht rechtzeitig erreichen. Gleichzeitig mindere ein unzuverlässiges Angebot die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt.
Die beteiligten Parteien betonen, dass ein dichterer Takt und zusätzliche Fahrten zu Stoßzeiten notwendig seien, um den Busverkehr verlässlicher zu machen. Auch mit Blick auf die Verkehrswende sehen sie Handlungsbedarf: Ein besseres Angebot könne dazu beitragen, mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen und das Ziel eines höheren Anteils des Umweltverbunds zu unterstützen.
Zugleich wird eine stärkere Abstimmung des Busverkehrs mit den bestehenden S-Bahn-Linien im Westen Hamburgs gefordert. Ein dichteres Netz zwischen den Stadtteilen soll die Wege verkürzen und langfristig zu einer besseren Erreichbarkeit im Alltag beitragen.