29. August 2025
Nachrichten

Das Gemeindehaus in Nienstedten soll aufleben

Die Kirche in Nienstedten zählt zu den beliebtesten Trauorten Hamburgs. Das Gemeindehaus hingegen fristet bislang ein Schattendasein – doch das soll sich ändern: Die Gemeinde hat kühne Pläne.

Das Gebäude an der Elbchaussee 408 war früher ein Doppelgemeindehaus, was sich außen noch heute an den äußeren Querhäusern und einer Trennung zeigt.

Das Gebäude war früher ein Doppelgemeindehaus, was sich außen noch heute an den äußeren Querhäusern und einer Trennung zeigt.

Das Gemeindehaus in Nienstedten an der Elbchaussee 408 ist adrett, hat aber schon bessere Zeiten gesehen. Eine Hälfte nutzte früher die Gemeinde Nienstedten, die andere die Pfarrei in Blankenese. Von außen sieht man die Zweiteilung noch, im Inneren ist jedoch längst ein Durchgang geschaffen. Doch der bietet nur einen Laufweg. Eine durchgehende Fläche für Veranstaltungen sucht man vergebens. Das sei eine verschenkte Chance, meint Pastor Christoph Schroeder: „Wenn man Menschen nach der Gemeinde fragt, so haben alle die Kirche im Sinn. Dabei findet doch im Gemeindehaus das Leben statt, mit Feiern, Versammlungen, Workshops und mehr. Mit der Kirche zusammen bildet das Gemeindehaus das Herz der Elbvororte, und das wollen wir stärken.“

Pastor Dr. Christoph Schroeder und Andrea Boysen
Pastor Dr. Christoph Schroeder und
Andrea Boysen

„In unserem Gemeindehaus steckt mehr …“

Ein Umbau soll das möglich machen und das Projekt hat bereits Fahrt aufgenommen. Die Pläne für den Bau stehen. Andrea Boysen ist in der Gemeinde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie erklärt, welche Vorteile der Umbau bringt: „Im rechten Gebäudeteil (von der Elbchaussee gesehen) muss vieles auf die Höhe der Zeit gehoben werden. Dazu zählen die Küche, moderne Sanitäranlagen und anderes. In unserem Gemeindehaus steckt mehr, nicht nur optisch, sondern auch funktionell. Wenn wir es richtig anpacken, wäre dies hier zum Beispiel ein Spitzenort für Hochzeitsempfänge, auch bei kleinem Budget.“ Mehr Kinder-, Jugend- und Kulturangebote wären dann ebenfalls denkbar.

Der neue Grundriss macht Schluss mit den verwinkelten Flächen. Gut zu erkennen sind der geplante durchgängige Bereich (unten) sowie die vorgesehene Treppe zum Garten.
Der neue Grundriss macht Schluss mit den verwinkelten Flächen. Gut zu erkennen sind der geplante durchgängige Bereich (unten) sowie die vorgesehene Treppe zum Garten. // Grafik: Alk Friedrichsen GmbH

Weniger Barrieren

Der Umbau soll das Gemeindehaus einladender machen und wieder für alle Interessierten öffnen – im übertragenen Sinn wie auch baulich: „Wir möchten den Gemeindesaal mit den westlich angrenzenden Räumen verbinden. So entsteht über die ganze Gebäudelänge eine zusammenhängend nutzbare Fläche. Der Gemeindesaal soll zur Elbchaussee hin offener werden – mit Flügeltüren zum Garten. Eine breite Treppe und eine Rampe sorgen zudem für einen besseren Zugang. Das verbindet den Außen- und Innenbereich und Veranstaltungen sind so viel attraktiver zu gestalten“, meint Pastor Schroeder.

„Hier benötigen wir noch viel Hilfe“

Bis es soweit ist, bleibt einiges zu tun. Die Gesamtsumme für den Umbau beläuft sich aktuell auf 431.425 Euro. Die Gemeinde ist bei der Finanzierung auf Spenden angewiesen. „Hier benötigen wir noch viel Hilfe“, so Andrea Boysen. Sie hat Respekt vor der Aufgabe, steckt aber auch voller Zuversicht.

Spendenkonto:
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Nienstedten
Evangelische Bank
IBAN: DE02 5206 0410 6506 4900 18
Stichwort: Herz der Elbvororte

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