Der Hamburger Hafen hat das erste Quartal 2026 mit einem leichten Rückgang bei den Umschlagszahlen abgeschlossen. Wie aus den aktuellen Daten hervorgeht, lag der Gesamtumschlag in Deutschlands größtem Seehafen bei 27,8 Millionen Tonnen und damit 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Als wesentlichen Grund nennt der Hafen die schwierigen Witterungsbedingungen im Januar. Starker Schneefall habe an der gesamten Nordseeküste zu erschwerten Umschlagbedingungen geführt. Trotz durchgängiger nautischer Erreichbarkeit habe sich dies auch auf Hamburg ausgewirkt. Im Februar und März habe sich die Entwicklung jedoch deutlich verbessert, sodass die Einbußen weitgehend hätten ausgeglichen werden können.
Im Containerumschlag wurden im ersten Quartal insgesamt 2,0 Millionen Standardcontainer (TEU) bewegt. Das entspricht einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Containerumschlag in Tonnen sank um 2,7 Prozent.
Unterschiedlich entwickelten sich dabei die Umschlagszahlen im Verkehr mit einzelnen Handelspartnern. Zuwächse verzeichnete der Hafen unter anderem im Verkehr mit Singapur (plus 5,2 Prozent), Malaysia (plus 54,5 Prozent) und Indien (plus 14,8 Prozent). Rückläufig waren dagegen die Umschläge mit China (minus 3,0 Prozent) sowie mit den USA (minus24,5 Prozent). Laut Hafenangaben zeigte sich allerdings gegen Ende des Quartals auch in diesen Verkehren eine deutliche Erholung.
Ostseeanrainer und Massengut stabil
Stabil entwickelte sich der Containerverkehr mit den acht nicht-deutschen Ostseeanrainerstaaten. Dort lag der Umschlag bei 326.000 TEU, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht. Das Umschlagsgewicht ging leicht auf 3,3 Millionen Tonnen zurück. Auch hier könnten die winterlichen Bedingungen im Januar eine Rolle gespielt haben.
Im Bereich Massengut blieb der Umschlag mit insgesamt 8,1 Millionen Tonnen nahezu auf Vorjahresniveau. Der Rückgang betrug 0,2 Prozent. Beim trockenen Massengut wurde dagegen ein Zuwachs von 2,9 Prozent verzeichnet. Besonders stark legte der Umschlag von Getreide zu, der um 148,2 Prozent anstieg. Auch bei Erzen gab es ein Plus von 11,9 Prozent. Rückgänge wurden hingegen bei Mineralölprodukten (minus 6,4 Prozent) und Kohle (minus 18,5 Prozent) registriert.
Beim flüssigen Massengut setzte sich hingegen die rückläufige Entwicklung fort. Im Hamburger Hafen sank der Umschlag hier um 7,8 Prozent. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf den gesamtdeutschen Import verarbeiteter Mineralölprodukte, der in den Monaten Januar und Februar um 12,5 Prozent zurückging. Auswirkungen der zeitweisen Schließung der Straße von Hormus auf die Mineralölimporte in Hamburg seien im März 2026 noch nicht festzustellen gewesen.
Deutlich rückläufig entwickelte sich das konventionelle Stückgut. Bei einer Gesamtmenge von 238.000 Tonnen lag das Minus bei 9,7 Prozent. Als Ursache werden insbesondere geringere Exporte von Stahlerzeugnissen genannt.