6. September 2022
Kultur

Es sieht gut aus für das Blankeneser Straßenfest

Bis Redaktionsschluss unserer Septemberausgabe stand noch nicht fest, ob das Blankeneser Straßenfest stattfinden wird. Jetzt scheint es Hoffnung zu geben.

Blankeneser Straßenfest 2019

Blankeneser Straßenfest 2019 // Foto: Blankeneser Interessengemeinschaft.

Eine Genehmigung für das Blankeneser Straßenfest liegt noch nicht vor. Die Blankeneser Interessengemeinschaft (BIG) hat der Stadt eine Frist für den Bescheid gesetzt, um Planungssicherheit zu gewinnen. Als Grund für die Verzögerungen nannte die BIG Personalmangel in den Behörden. Außerdem habe die jährlich etwas andere räumliche Aufteilung des Festes verschiedene bürokratische Folgen.

Diesen Vorwurf weist das Bezirksamt Altona nun zurück: „Korrekt ist, dass ein Genehmigungsbescheid noch nicht vorliegt, weil seitens der IG Blankenese vom Bezirksamt erbetene Nachweise und Unterlagen fehlen, die Voraussetzung für eine Bescheiderteilung sind.“, so ein Sprecher des Bezirksamtes Altona.

Die BIG betont gegenüber dem Klönschnack: „Wir denken nicht, dass die Behörden bösartig sind. Der deutsche Anspruch auf Perfektion macht indes alles etwas schwierig. Die Mitarbeitenden der Behörde sind nett und hilfsbereit, keine Frage. Jedoch sind die Regeln leider eng gefasst, um jeder möglichen Eventualität zuvorzukommen.“ Wie es zur Aussage der BIG bezüglich eines Personalmangels kam, ist unklar.

Was noch fehlt

Für den finalen Bescheid fehlen laut Bezirksamt aktuell noch Dokumente bezüglich der Straßensperrungen und ein Nachweis zur Haftpflichtversicherung. Diese Dokumente sollen zeitnah vorliegen, so die BIG. Geplant ist das Fest für den 24. September. Nähere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Die Band Uptight wird zwischen 18 und 20 Uhr Acoustic Soul auf dem Volksfest spielen. // Foto: Sebastian Madej
Die Band Uptight ist eine der vielen Attraktionen beim Straßenfest. Sie wird zwischen 18 und 20 Uhr Acoustic Soul spielen. // Foto: Sebastian Madej

 

Sicherheit und Praxis

Die Genehmigungen für Großveranstaltungen sollen in Deutschland die Sicherheit vor Ort garantieren. Die vorgeschriebenen Regelungen für Feuerwehr, Rettungswagen und Rettungswege werden hierfür in einem eigenen Notfallplan festgehalten. Die Auflagen sind seit diesem Jahr deutlich strenger. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. hat Empfehlungen ausgesprochen, denen viele Ämter in Deutschland bereits folgen. Einer der zentralen Punkte im 240 Seiten starken Leitfaden ist eine klare Aufgabenteilung zwischen Behörden und Veranstaltern. Grund der Änderungen ist die Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg. Nach heutigem Stand hätte diese Loveparade nicht genehmigt werden dürfen.

Kleinere Vereine und Initiativen beklagen einen großen Genehmigungs-Aufwand. Dem entgegen steht ein hohes Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung sowie eine konstante Bedrohungslage. Zudem wollen Behörden einem zu unbekümmerten Umgang mit Sicherheitsaspekten vorbeugen.

In eigener Sache:

Ein Bericht in der Septemberausgabe des Hamburger Könschnacks (S. 43) hat unabsichtlich allein die Perspektive der BIG aufgezeigt. Für die missverständliche Darstellung möchten wir uns hiermit entschuldigen.

Dieser Bericht wurde aktualisiert (17.40Uhr, 6.9.)

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