Bereits zum 24. Mal fand das nationale Finale des „Modell Europa Parlaments“ statt. Rund 180 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland sowie einigen Nachbarländern trafen sich zum Planspiel im Bundesrat. In der Simulation üben sich die Teilnehmenden in demokratischer Streitkultur. Diesmal ging es unter anderem um Cybersicherheit, die mögliche EU-Erweiterung um Staaten des westlichen Balkans, um Rassismus und den Schutz der Ostsee.
Christianeum vertritt Hamburg
Die Hamburger Delegation kam dieses Jahr aus Othmarschen. Denn die Schülerinnen und Schüler des Christianeums qualifizierten sich für das Bundesfinale. Das Losverfahren entschied, dass sie die nationalen Interessen Schwedens vertreten. Fünf Tage lang dauerte das Planspiel in Berlin, nicht alles drehte sich um Politik, auch das Miteinander und neue Freundschaften standen im Fokus.
Der Höhepunkt für die Schülerinnen und Schüler war aber selbstverständlich die Diskussion im Bundesrat. Als Schirmherr eröffnete Dr. Peter Tschentscher den offiziellen Teil. Denn er ist nicht nur Hamburgs Erster Bügermeister, sondern auch Präsident des Bundesrates. Anschließend erklang die Europahymne „Ode an die Freude“, die extra für diese Veranstaltung vom A-Chor des Christianeums eingesungen wurde.
EU-Debatten im Bundesrat
Zwei Plenartage lang hatten die Teilnehmenden, um über die vorgegebenen Themen zu diskutieren. Zu jedem Thema gab es einen Ausschuss. Nachdem alle Reden gehalten wurden, stimmten alle gemeinsam über die vorgeschlagenen Resolutionen ab. Auf vier von acht konnte man sich einigen. Die Besonderheit: Die erfolgreichen Resolutionen werden an das tatsächliche Europaparlament weitergeleitet.